Geballte Theorie

für Pferdebesitzer, egal ob mit jungen oder alten Pferden - denn alt werden sie ja alle von ganz alleine...

 

 

Hier nun zum Hauptthema, den alten Ponys und Pferden :

 Ich beschäftige mich seid vielen Jahren mit empirischer Verhaltensforschung bei Pferden - meinen eigenen und denen, die mir gerade „über den Weg laufen“. Und ein Thema beschäftigt mich seid geraumer Zeit am meisten: Gnadenbrot-Pferde und -Ponys.

Ich möchte noch mehr Pferdebesitzern Mut machen,  ihren Tieren auch im Alter beizustehen, so wie es für viele Hunde und Katzen normal und üblich ist. Vorab aber erst mal eine Frage:

 

Was sind Gnadenbrot-Pferde ?

 So wie wir Menschen im Laufe unseres Lebens durch Unfall, Krankheit oder einfach aufgrund zunehmenden Alters unsere Leistungsfähigkeit verlieren können, so ergeht es auch den Pferden und Ponys. Irgendwann sind sie nicht mehr kräftig oder gelenkig oder schnell genug, können nicht mehr genug ziehen oder tragen, um uns Menschen zu dienen. Manche leiden mit der Zeit so sehr unter ihrer Gebrechlichkeit, daß es besser ist, sie von ihren Schmerzen zu erlösen.

Doch viele könnten noch über Jahre ein zufriedenes, artgerechtes Leben ohne oder mit an ihre Möglichkeiten angepaßten Aufgaben führen, wenn wir Menschen dies nur zuließen und sie nicht gleich zum Schlachter gäben, sobald sie unsere sportlichen Wünschen nicht mehr erfüllen können. Aber haben sie uns nicht solange es ihnen möglich war fleißig gedient? Haben sie nicht ein Recht auf ihre „Rente“, also ihr Gnadenbrot?

Natürlich verursacht auch ein altes/unreitbares  Pferd oder Pony Arbeit und Kosten. Oft sogar benötigt es noch mehr Aufmerksamkeit für seine kleinen Wehwehchen: Die müden Muskeln möchten massiert werden, die Gelenke benötigen ausgedehnte, ruhige Spaziergänge, um nicht steif zu werden.

Gnadenbrot-Dasein bedeutet nicht: Ich lade mein altes Pferd auf irgend einer Wiese, in irgend einem Stall ab und das war’s dann. Es braucht ja nicht mehr zu arbeiten, also brauche ich mich auch nicht mehr drum zu kümmern! Intensive und erfahrene Fürsorge sind ebenso nötigt wie Zeit für die tägliche Pflege der Tiere und ihres Lebensraumes und wie Geld für ihren Erhalt.

 

Gnadenbrotpferd - was nun?

Wissen, Fürsorge und Verständnis sind gefragt

Möchten die Besitzer eines alten oder eines kaum mehr reitbaren Pferdes weiterhin reiten wie bisher, muß das Pferd/Pony meist aus Platz- oder Kostengründen wenn nicht zum Schlachter, dann eben auf einen Gnadenhof weichen. Aber dabei verliert es nicht nur die Sicherheit der bekannten Herde in der gewohnten Umgebung, es büßt in der Regel auch den Umgang mit den vertrauten Menschen ein.


Langjährige Erfahrungen haben mir gezeigt, daß gerade alte Ponys und Pferde viel Fürsorge und Verständnis brauchen; und wer könnte sie besser verstehen als „ihre“ Menschen?

Der Verlust der Bezugsperson kann für ein altes Pferd schlimme Folgen haben: Das können Depressionen, Abmagerung, Aggressivität oder Krankheit sein. Normales oder aber ungewöhnliches Verhalten erkennt die vertraute und verständnisvolle Bezugsperson leicht schon in der Zeit, die das tägliche Füttern und Misten in Anspruch nimmt. Bei Problemen und kleinen Wehwehchen kann also sehr schnell  für Abhilfe gesorgt werden. Einem fremden Pfleger dagegen würde manches gar nicht auffallen und anderes würde er vielleicht überbewerten; so etwa bei einem hustenden Tier: Für eines sind 2-3 Huster pro Tag normal und belanglos, für ein anderes ist schon der erste kleine Huster allerhöchstes Alarmsignal, um sofort die nötige Behandlung zu beginnen.

Aus all diesen Erfahrungen heraus möchte ich gerne allen Betroffenen mit Rat - und soweit möglich auch mit Tat - zur Seite stehen und sie ermutigen, sich so lange wie möglich selbst um ihre vierbeinigen Senioren zu kümmern. Wir können Erfahrungen austauschen oder vielleicht sogar Haltergemeinschaften für Rentner-Ponys oder -Pferde gründen. Vor allem aber können wir uns darin unterstützen, gerade den Tieren, die uns so lange gedient haben, auch im Alter die nötige Fürsorge zu schenken und sie nicht einfach abzuschieben.

           

Was können Sie für Gnadenbrotpferde tun?

Haben Sie ein eigenes altes oder unreitbares Tier, kümmern Sie Sich auch weiter liebevoll darum. Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt seine speziellen Bedürfnisse im Alter. Bilden Sie Sich mit entsprechender Lektüre zum Wohle ihres vierbeinigen Freundes weiter und sichern Sie ihm einen lebenswerten, artgerechten Platz. Denn am liebsten bleibt Ihr altes Tier weiter in Ihrer Obhut, dort kennt es sich aus und fühlt sich sicher. Dort ist es umsorgt von den Menschen, die schon lange seine Vertrauten und Freunde sind.

Möchten sie ganz allgemein die Arbeit für Gnadenbrotpferde unterstützen, kommen Sie und packen Sie mit an:  Machen Sie unseren „Alterchen“ eine Freude und kümmern sie sich z.B. um „Ihr Patenpferd“, pflegen es, sammeln seine Lieblingskräuter, äppeln seinen Auslauf ab, massieren es oder gehen mit ihm spazieren, helfen bei der Zusammenstellung und Verfütterung seines „Menüs“.

Über regelmäßige und zuverlässige Hilfe würde ich mich immer freuen.

Oder verwöhnen sie unsere Ponysenioren indem Sie Sich oder Ihren Lieben etwas Schönes aus meinem Tiermalerei-Stübchen gönnen, denn alle Einnahmen kommen ohne Abzüge den alten Ponys zu Gute!

 

            Was könne Sie tun mit Ihren alten Pferden?

Für Pferde , die einfach nur älter geworden sind muß das eigentlich gar keine Frage sein: einfach in etwa das mit ihnen tun, was sie bisher auch gerne taten, nur eben nicht mehr ganz so intensiv und anstrengend.

Das klingt ganz schön banal, nicht?

Aber es ist so:

Ein altes Pferd ist einfach in erster Linie immer noch ein Pferd.

Es benötigt artgerechte Haltung mit täglichem Auslauf/Weidegang mit seinen Gefährten, es braucht nun aber dabei vielleicht ab einem bestimmten Zeitpunkt eine ruhigere Herde ohne die frechen „Halbstarken“.

Es braucht seine tägliche Zuwendung durch „seinen“ Menschen.

Es braucht regelmäßige Bewegung, aber eben alles etwas ruhiger: lieber 2 Stunden gemütlich durchs Gelände schlendern oder traben, als die übliche Hausstrecke in 1 Stunde im flotten Galopp zu „bewältigen“. Die Muskeln, Sehnen und Gelenke sollen in Schwung bleiben und „gut geölt“ werden (natürlich mit Gelenkschmiere und nicht mit Maschinenöl...), müssen aber nicht mehr für Hochleistungen trainiert werden.

Die Anforderungen sollen immer den aktuellen Möglichkeiten entsprechen.

Und der Mensch muß immer wieder hinschauen, was das Tier braucht. Unsere Rösser können sich ganz gut verständlich machen, wenn wir nur aufmerksam genug sind: Sie zeigen mir z.B. wo sie sich wohl fühlen, wo sie weg möchten, wen und was sie mögen.

Hat das Pferd eine Krankheit, einen Unfall oder ein chronisches Leiden, so ist der behandelnde Tierarzt, der das Tier schon lange kennt zu befragen, was es noch tun darf.

Ein sanftes Aufbauprogramm für Rekonvaleszente habe ich schon xmal erfolgreich angewendet und damit immer wieder die Tierärzte verblüfft.

Auch ein Gnadenbrotpferd kann noch Aufgaben übernehmen wie etwas

als Fahr- oder Schlittenpferd, vor der Wiesenschleppe,

als Führzügelpferd für die Jüngsten oder für leichtere ängstliche

oder eventuell sogar behinderte Reiter,

als „Taxi“ auf dem Weg zum Futterwagen, zum Briefkasten, Bäcker o.ä.,

als Hand- und Packpferd beim Wandern oder Wanderreiten.

Es kann durchaus noch mit neuen Aufgaben konfrontierte werden

und so seinen Grips z.B. bei Trail-Übungen trainieren.

Haben Sie sich schon mal ein Fohlen oder  junges Pferd gehabt, das Sie für sich zuverlässig, gelände- und verkehrssicher erzogen haben? Nahezu alle Übungen, die mit einem jungen Pferd vor dem Reiten gemacht werden, können auch einem alten Pferd Spaß machen: Vertrauensstraining, Bodenarbeit, Spazieren gehen, baden gehen, Sicherheitstraining u.v.m.. Und immer alles angepaßt an die gerade gegebenen Möglichkeiten des Tieres.

Und was machen wir mit unseren „Alterchen“?

Genau all das, was oben beschrieben wurde, individuell abgestimmt auf jedes Tier.

Und als Krone des Ganzen unser (fast) jährliches Sommerfest, bei dem jeder zeigen darf, was er kann, egal ob Fohlen oder Gnadenbrotpony, egal ob Kindergartenkind, Jugendliche und  Cracks genauso wie  ängstliche oder behinderte Erwachsene.

 

 

 

Und nun können Sie gleich anfangen mit Ihrem alten Pferd etwas zu unternehmen!

Als erstes trainieren wir die kleinen grauen Zellen:

Denksport- und Geschicklichkeitsaufgaben für Pferd und Mensch

 Bei allen Aufgaben wird das Pferd zuerst geführt, bis die Aufgabe 100%ig „sitzt“, dann erst darf sie geritten probiert werden!

Keine Aufgabe darf mehr als 3mal pro Tag  in gleicher Weise vom Pferd verlangt werden!

Warum wohl?

Grundübung: vor und nach jeder Aufgabe sollen Pferd und Mensch mind. 5 Sek still stehen, Grasen etc. verboten(!); das sind etwa 3 langsame menschliche Atemzüge

L, U, Z, H, Labyrinth, gelegt aus Stangen zum Hindurchführen oder -reiten

Stangen zum langsamen und bewußten darüber führen und -reiten: einzelne Stange, Grill,

Slalom

Dose oder Ring aufnehmen, transportieren und ablegen, dabei korrekte anhalten und lenken

Wasser schöpfen, transportieren, und wieder ausgießen vom gelassen stehenden Pferd aus

Zielwurf vom stehenden Pferd aus ohne zu klammern oder das Pferd sonst wie zu stören

Plane und Brücke: darauf führen, 5 Sek. Halten, langsam herunter führen bzw. reiten

Jacke auf dem Pferd komplett anziehen, ohne das Pferd zu stören;

a)   im Halten; b) im Schritt

Statue

das Pferd fußweise dirigieren( z.B. vorwärts, seitwärts oder rückwärts)

 

   Trail - Geschicklichkeitsparkour  im Schritt

für Reiter, Reiter am Führzügel und Pferde/Ponys ohne Reiter am Führzügel

mögliche Hindernisse/Aufgaben:

Startstange vorwärts/rückwärts

Teppich/ Plane: parken/Staue, ggf. aufsteigen von rechts und/oder links

Slalom, ggf. auch rückwärts

Schlüsselloch

Volte am Seil

L, Z oder U

Treckerreifen

Brücke

Torbogen/ Flattervorhang

Wäsche von der Leine nehmen und ordentlich im Korb ablegen

kleine Kartons stapeln

Apfel aus dem Wassereimer fischen (Mensch fischt nicht Pferd!!!)

Klapper- oder Knistersack hinter dem Pferd herziehen

 

Und was können Sie noch tun?

 

Handpferdereiten

(meine Rösser lieben es alle, egal wie alt oder jung sie sind)

 Es gibt viele Situationen, in denen es sich „leider“ nicht vermeiden läßt, ein zweites Pferd als sogenanntes Handpferd mitzunehmen. Wer einen Weg zur entfernten Koppel sparen möchte, reitet eines, das andere wird gehalftert am Strick mitführt. Oder man kann den einzigen Weidepartner nicht allein zurücklassen und nimmt ihn „notgedrungen“ mit.
 Aber warum empfinden es viele Pferdehalter nur als notwendiges Übel? Handpferdereiten kann soviel Spaß machen! Es gibt natürlich einige, wie immer, Voraussetzungen für ein entspanntes, freudiges Reiten mit 2 Pferden. Selbstverständlich empfindet es jeder anders, ich möchte aber gerne meine Erfahrungen mitteilen:
 Wir standen vor einiger Zeit vor dem Problem, wie bewege ich täglich zwei Pferde, obwohl nicht genügend Zeit dafür vorhanden ist? Ich wollte versuchen, beide Pferde zusammen zu bewegen aber nicht so, daß ich mit einem ausreite und der andere tobt inzwischen, weil er allein gelassen wurde, auf der Weide 'rum. Es sollte schon ein gleichmäßiges Bewegen der Pferde sein und nicht unbedingt Verletzungsgefahr bieten – was lag also näher als das Handpferdereiten? Ich hatte es allerdings noch nie gemacht, geschweige denn irgendwo gesehen.
 Wie fing ich es also an? Ich setzte mich auf den ausgeglichenen Wallach und nahm die junge Stute am Strick mit. Die Stute wurde getrenst und erhielt zusätzlich eine Longierbrille eingehängt, daran einen Baumwollstrick, am Ende hatte ich einen Knoten geschlungen (damit ich das Ende fühlen kann). So ausgerüstet konnte es losgehen. Ich bin der Meinung, daß man den Strick weder ans Pferd binden darf, noch um die Hand wickeln sollte. Falls etwas passiert (plötzliches Scheuen oder einfaches Stehen bleiben des Handpferdes) kann es sein, daß man das Begleitpferd nicht schnell genug vom Reitpferd lösen kann. Ich habe auch festgestellt, daß es, bei etwas Übung, kein Problem ist, entweder einhändig oder in der rechten Hand zusätzlich den Strick zu halten. Bei Gefahr habe ich die Stute auch schon mal losgelassen, sie kennt es, und weiß: Wenn der Strick herunterhängt, muß sie stehen bleiben.
 Die Stute reagiert wunderbar auf die Stimme, kennt inzwischen neben den normalen Kommandos wie Schritt, Trab und Galopp auch noch „komm vor“, „an die Seite“ (wenn ein Fahrzeug entgegen kommt, müssen wir uns häufig in die Büsche schlagen, üblicherweise geht sie neben dem Reitpferd, ab und zu muß sie jedoch hinterher gehen und dann eben schön weit rechts).
Anfangs, Ihre Ausbildung an der Longe war auch noch in den Kinderschuhen, hatte ich Probleme aber nach einiger Zeit kapierte sie, was ich von ihr wollte: Ich gab das Kommando und zupfte zusätzlich am Strick, um sie zu ermuntern – irgendwann klappte es einfach. Leichter ist es aber anfangs zu zweit zu üben und den Handpferdelehrling von schräg hinten von einem Menschen oder Reiter treiben zu lassen, bis die Kommandos des Handpferdeführers einwandfrei akzeptiert werden.
Inzwischen ist es ein Genuß, mit beiden auszureiten. Sie kennen es und ich glaube, sie genießen es auch, denn beide sind sehr willig und passen sich gegenseitig an. Entgegen der landläufigen Meinung, wenn sich einer erschreckt, erschreckt sich der andere mit, ist es eher umgekehrt: Wenn einer an einer Sache nicht so gerne vorbei möchte, zieht der andere ihn mit.
Es gibt allerdings auch Ausnahmen, wenn beide Pferde „gut drauf“ sind: Neulich war es sehr stürmisch, und ich bin relativ früh angaloppiert. Beide waren herrlich übermütig und die Stute fing kräftig an zu buckeln. Der Wallach wollte gerade mitmachen, aber ich konnte sie doch noch, durch ein scharfes Wort, zur Raison bringen. So verlief der Ausritt zwar mit einiger Anspannung, aber trotzdem manierlich.
Inzwischen sind wir soweit, daß uns sogar unser Hund, ein Berner Sennen Rüde, begleitet. Auch er kennt viele zusätzliche Befehle, so daß es wirklich mit allen Tieren schön ist im Gelände, da ein jedes sehr gut gehorcht.

Wollt Ihr weitere Einzelheiten wissen? Habt Ihr noch Anregungen, eigene Erfahrungen?
Zum Beispiel kann man das Reiten mit zwei Pferden ausdehnen und es in den Trainingsplan mit aufnehmen. Man könnte es so verfeinern, daß man eine Quadrille auf die Beine stellt, mit 8 Pferden und nur 4 Reitern nicht nur Dressur, sondern auch das Springen mit Zweien kann Spaß machen...
 (zitiert aus der Homepage von Hannes Varda , ergänzt von Waltraud Kontny)

 


Nicht zu vergessen die Bodenarbeit, von der Sie schon einen  Teil im Denksport für Pferde kennen gelernt haben

Alles, was man vom Sattel aus machen konnte oder kann, kann man auch vom Boden aus machen, und noch viel mehr!

   Kontakt Wkontny@web.de 


Und was ist, wenn' s doch mal schwierig wird? 

Auch ein altes Pferd kann so sein Macken haben oder bekommen. 
Folgende Fragen und Sorgen  höre ich oft , dabei helfe ich gerne:

 Ich möchte mehr Sicherheit im Umgang mit Pferden/Ponys bekommen...

Ich möchte gemütlich ausreiten und die Natur genießen...

Ich habe Angst, möchte aber trotzdem reiten...

Ich möchte ausprobieren dürfen, wie ich am besten auf Pferde eingehen kann...

Mein Pferd macht nicht immer das, was ich ihm sage...

Ich möchte erproben, wie ich auf verschiedene Pferde/Lebewesen (ein)wirken kann...

Vor großen Pferden habe ich Respekt; ich suche gut gerittenen Kleinpferde/ Ponys...

Ich möchte entspannt reiten...

Ich möchte mich im Spiegel der Pferdeseele erleben ...

Ich brauche Beratung auf dem Weg zum eigenen Pferd...

Ich möchte lernen, was ich mit einem ganz jungen Pferd machen kann...

Ich suche eine sinnvolle Beschäftigung für mein altes Pferd/Pony...

Ich lebe in der Stadt;  möchte aber auch die Natur hautnah erleben...

Ich möchte mein Pferd auf das Springen vorbereiten...

Ich möchte nicht mit vielen anderen gleichzeitig reiten müssen...

Ich möchte longieren lernen mit und ohne Longe...

Mein Pferd hat Schlimmes durchgemacht; wie kann ich ihm helfen...

Ich habe vieles und widersprüchliches gelesen und bin verunsichert, was kann/sollte ich für mich umsetzen...

Ich bin ein älterer Reitanfänger und brauche Zeit und Geduld und „hilfsbereite“ Pferde...

Ich möchte Spaß mit den Pferden haben und nicht nur bierernst meinen Runden drehen...

Ich möchte etwas Neues/ Anderes beim Umgang mit Pferden ausprobieren...

Ich suche nach schlechten Erfahrungen ein nettes Pferdchen, mit dem ich Freundschaft schließen kann...

Ich hätte gerne ein eigenes Pferd; was kommt da alles an Kosten und Arbeit auf mich zu...

Welche Kriterien muß eine artgerechter Platz für mein Pferd/Pony erfüllen...

Wie und wo wirkt eigentlich mein Zaumzeug...

Ich habe Interesse am Therapeutischen Reiten, an Entspannungs- und Kräftigungsübungen zu Pferd...

Ich möchte meine Freizeit mit etwas Sinnvollem verbringen und alten/ kranken Pferden helfen...

Ich möchte gerne bei der Ausbildung/ dem Training von Verlaßpferden mitarbeiten/mitlernen...

Ich suche einen artgerechten Platz für mein/e Pony/s...

Ich suche einen Platz für mein dämpfiges, altes oder schwieriges Pony...

Mein Kind möchte ein Pony; ich kann mir das zwar leisten, aber ist das schon sinnvoll...

Wir ziehen aufs Land und  möchten unser Pferd/Pony hinterm Haus halten; was brauchen wir alles...

Ich kann mir eigentlich keine Reitstunden leisten, habe aber viel Zeit und kann ordentlich mit anpacken...

Ich möchte mal einen Nachtritt machen und auch mal Kutsche oder Schlitten fahren...

Ich möchte an einem Tages- oder Wochen-Wanderritt teilnehmen...

Ich (und meine Kinder) möchte beim nächsten Sommerweide-Pony-Spiele-Fest mitmachen...

 

Liebe Pferdefreunde!

 Ich rechne zwar nicht mit all zuviel Resonanz, aber wenn Sie meine diversen Fragen-Kataloge neugierig gemacht haben, mir Ihr Pferd oder Pony „vorzustellen“, dann hier einige Hinweise, damit ich Ihnen auch sinnvoll antworten kann:

Ein Beispiel: Sie sind Anfängerin mit einem älteren Kleinpferd.
Sie  haben schon einen in meinen Augen richtigen Schritt getan, und sich kein blutjunges Pferd gekauft, sondern ein etwas älteres gesucht und gefunden. Das ist erstmal eine sinnvolle Voraussetzung, birgt aber auch die Gefahr, daß Sie nicht wissen, was dieses Tier bisher erlebt hat. Leider habe ich Ihnen ca. 30 Jahre Erfahrung im Umgang mit Pferden voraus und setze dadurch Erfahrungen, die Sie ja noch gar nicht haben können z.T. reflektiert und z.T.  intuitiv ein.

Aber auch ich lerne noch täglich etwas Neues dazu mit meinen vierbeinigen Freunden und Lehrmeistern.

Geholfen hat mir dabei das Buch "Die Tellingtonmethode: So erzieht man sein Pferd" von U.B/L.T.J. und die Artikelserie der „Freizeit im Sattel“ zum Thema Touch, in der alle Griffe einzeln beschrieben werden. Meine Freundin schwört auf das Buch über Bodenarbeit, und mein Halterkollege sucht sich immer wieder neue Ideen aus dem Buch von L.T.J über Touch bei Tieren (Hunde, Katzen, Pferde etc). Der beste Lehrmeister aber ist immer das Pferd selbst, denn, wenn ich etwas ausprobiere, dann ergibt es sich oft einfach aus der Situation heraus, in der das Pferd von sich aus etwas anbietet, daß ich nur noch vertiefe oder ausbaue. Und das Pferd sagt mir dann schon, ob das gut war oder nicht.

Dabei ist es aber sehr erstaunlich, wie wichtig Kleinigkeiten im Umgang und bei der Haltung sind, an die man vielleicht gar nicht denkt.(z.B. hat das Wetter durchaus Einflüsse auf das Temperament der Pferde usw)

Bei einem zum Stolpern neigenden Pferd müssen als erstes  Tierarzt und Schmied befragt werden. Wenn organische Probleme ausscheiden oder behoben sind, dann ist es an der Zeit  mit Handarbeit, Bodenübungen und Touch das Gefühl Ihres Pferdes für den Untergrund, aber auch sein allgemeines Wahrnehmungsvermögen zu schulen. Vielleicht reichen Ihnen schon diese Anregungen und Sie möchten es entsprechend selbst weiter probieren?

 Wenn Sie wünschen, will ich Ihnen aber gerne weiter zur Seite stehen. Wobei, versprechen kann ich nichts, dazu müßte ich Ihr Pferd kennen. Aber ich kann Ihnen zweierlei anbieten:

  1) Ich kann Ihnen genau erzählen, was wir wann wie mit meinem Stolperpferdchen geübt haben (und noch weiter übe, denn fertig ist es noch lange nicht - fragen Sie mal in 2-3 Jahren nach...) und versuchen zu erklären, warum.

  2)Ich kann mit Ihnen zusammen versuchen, Ihre Situation zu analysieren und sie zu verbessern helfen.

Da ich mit 3 Gnadenbrotpferden finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet bin, wäre ein kleines Honorar, das sowieso nur meinen "Pony-Senioren" zugute käme, natürlich toll (Ich arbeite z.T. freiberuflich in Beratung und Training  und als Textilmalerin und habe dabei einen Stundenlohn von ca. 20,-DM; das würde ich in diesem Fall auch für angemessen halten, wobei ich nur die reine Schreibzeit berechnen würde.)

 Wenn Sie also Lust haben, meine Methode nach- bzw. mit zu machen, gibt es einige Voraussetzungen und viele, viele Fragen:

 1. Bitte führen Sie ab sofort ein "Pferdetagebuch", in dem Sie ganz ganz ganz ausführlich festhalten, was Sie Tag für Tag mit Ihrem Pony oder Pferd erleben (Ich tue das seid 25 Jahren!). Das wird mir und vor allem Ihnen sehr hilfreich sein.

 2. Stellen Sie Sich bitte darauf ein, Ihr Pferd zwar täglich zu besuchen, zu pflegen, zu umsorgen, mit ihm zum lernen, aber  nicht

oder kaum zu reiten für die ersten 3-10 Wochen, je nachdem wie gut Sie gemeinsam lernen und wie es auf die Übungen reagiert.(3-4mal pro Woche mit dem Pferd zu üben, ist eigentlich zu wenig; ich selbst "arbeite" mit "Auszubildenden" 2-3mal täglich ca. 5 bis 15 Minuten , meist mit kleinen (15-30 Min) Pausen dazwischen oder vormittags und nachmittags.

 3. Schildern Sie bitte ganz detailliert die Lebensumstände Ihres Tieres: Wie viele Leute versorgen es? Wer wann womit? Welche Haltungsform? Bitte wirklich ausführlich beschreiben (ev. filmen?). Welches Futter bekommt es? Wann wovon wie viel? Vom wem wird es überwiegend und von wem zusätzlich betreut(= füttern, misten, führen, putzen, dem Schmied/Tierarzt vorstellen usw)?

 4. Wovor hat es Angst? Wie reagiert er dann? Wie schnell beruhigt es sich? Wie reagieren Sie? Wie schnell beruhigen Sie sich?

 5. Können Sie autogenes Training oder eine andere Entspannungstechnik oder eine Atemtechnik? Wenn nicht, bitte dringend lernen! (Als Atemübung können Sie folgendes trainieren, wenn sie zügig mit ihrem Pferd oder allein spazieren gehen: Gleichmäßig gehen und dabei während 2 Schritten einatmen, dann 2 Schritte Atem anhalten, 2 Schritte lang ausatmen. 1mal normal atmen, dann alles wiederholen. Wenn Sie fleißig üben, brauchen Sie bald die normale Atmung zwischen den bewußten Atemübungen nicht mehr und können auf 3 Schritte lang einatmen, 3 Schritte lang Luft anhalten und 3 Schritte lang ausatmen übergehen. Das Ganze bitte 10mal wiederholen. Es gibt auch andere Atemtechniken, die gesteigerten Wert auf das ruhige langsame tiefe Ausatmen legen; auch die sind sinnvoll.)

 6. Haben Sie einen eingezäunten, ausbruchsicheren und  runden (nicht rechteckigen!!!) Longierzirkel? Wenn nicht: bitte mit E-Zaun bauen(3 Lagen Breitband sind meist ausreichend, für besondere „Künstler“ dürfen es auch 4-5 Lagen sein und bitte eine recht frische E-Zaun-Batterie.

 Haben Sie Stangen(2m oder länger), Autoreifen ohne Felge, Strohballen, große Kanister oder Tonnen oder einen Hocker  sowie eine kräftige Plastikplane von 2x2m  oder mehr Größe? ggf bitte organisieren.

 7. Kann Ihr Pferd oder Pony ruhig stehen? a) angebunden mit oder ohne Gesellschaft, b) frei in der Reitbahn, c) ist er "ground tied" bzw "geformt"? Das ruhige Stehen sollte er als erstes lernen.. Wie das geht,  werde ich Ihnen genau erklären.

 8. Haben Sie Fotos vom Pferd/Pony? Gesicht, rechts und links, sowie Körper  von rechts und links, bitte ohne Sattelzeug, außerdem vom Grasen auf der Weide in der Gruppe usw. Das müssen keine "Starfotos" sein, ich möchte nur das Pferd etwas kennen lernen. Legen Sie bitte einen ausreichend frankierten Rückumschlag bei, damit ich die Fotos wieder zurückschicken kann.  Die Portraits sollten bitte min. ca. 9 x 13 cm groß sein, Rest egal

 9. Welche soziale Stellung hat das Tier in der Herde?

 10.  Welche soziale Stellung haben Sie selbst in der Herde? (Das ist sehr wichtig!) Geht Ihnen jederzeit jedes Pferd auf Wunsch aus dem Weg, wenn Sie durchwollen? Müssen Sie dafür eine Gerte mitnehmen, zeigen oder auch einsetzen? Oder  müssen Sie Sich hindurchschlängeln oder quetschen oder ganz außen vorsichtig herum gehen?

 11. Mit wie vielen Pferden lebt Ihres zusammen, bitte Alter, Rasse und ggf. besonderes angeben.

Kann Ihr Tier alleine bleiben? Können Sie problemlos mit ihm umgehen, wenn alle anderen weg geritten sind?

 12.Was schätzen Sie an Ihrem Pferd/ Pony ?

Was gefällt Ihnen nicht ganz so gut? Was macht Ihnen manchmal Angst beim Umgang mit Ihrem oder mit anderen Pferden?

Wer oder was wirkt störend in Ihrem Stall/Hofbereich? Inwiefern? Wie könnten Sie das ändern?

 13.Haben Sie eine ca 120 cm lange (weiße) harte Gerte? Die oder etwas ähnliches werden Sie brauchen. Keine Sorge, sie soll nur Ihr verlängerter Zeigefinger für das Pferd sein.

 14. Die LTJ-Führkette kann sinnvoll sein; ich habe sie mit Erfolg bei 2 von 8 Pferden einsetzen können, arbeite aber meistens nur mit dickem Führstrick und Gerte/ weißem Stöckchen.

 15. Ganz wichtig: Haben Sie bitte Geduld - mit Ihrem Pferd und mit sich selbst!!!  (Ich weiß, wie schwer das fällt, denn schließlich arbeite ich da ja auch noch dran   ). Pferde lernen unterschiedlich schnell.

Und wenn ein Pferd mal etwas Falsches gelernt hat, brauchen Sie mindestens 10mal so lange, das zu korrigieren, als die Zeit, in der das Pferd den Fehler lernte!

Dazu einige Beispiele:

Für die Grundausbildung eines handscheuen, rohen, unverdorbenen Wildlings nehme ich mir 1/2 bis 1 Jahr Zeit! Dann  mache ich mit ihm den ersten kleinen gemütlichen Ausritt im Schritt, natürlich in Begleitung eines ruhigen Pferdes. Nach einem weiteren Jahr ist das Pferd/Pony soweit, daß ich es problemlos allein und in der Gruppe im Gelände und in der Bahn an jeder Stelle und in jeder der drei Grund-Gangarten reiten kann.- Erst dann verlange ich schwierigere Aufgaben, wie punktgenaue Tempowechsel, kleine Sprünge in ruhigem Tempo, und je nach Talent des Pferdes komplexe Trail- oder Dressurlektionen.

Die Ausbildung eines Pferdes endet nie.

Auch das erfahrene Pferd braucht immer wieder Auffrischungen vom Boden aus. Wir  machen das 2-4mal pro Jahr für ca. jeweils 1 Woche und zwischendurch bei schlechtem Wetter. (Für jeden Winter nehmen z.B. wir uns eine einzige neue Aufgabe vor, die wir vom Boden aus erarbeiten.)

Die Korrektur für ein verdorbenes Pferd an der Hand und anschließend kombiniert an der Hand und unterm Sattel kann Jahre dauern (Wann während der Schulung man überhaupt das Aufsitzen oder gar das Reiten wieder anfängt ist Gefühlssache; man darf sich und das Pferd nie überfordern. Erst wenn eine Lektion an mindestens 5  Tagen hintereinander ohne Probleme klappte, kommt die nächste dran!): Beispiel:  Eine Arabermixponystute hatte gelernt, wenn es Trab im Gelände hieß, zu rennen, was die Beine hergaben. Und so ein Pferdchen unter  meinem Ruhe liebendem Hintern! oh weh. Ich habe ein halbes Jahr gebraucht, bis diese Renntrab-Anfälle sich von anfangs mehreren 100 Metern auf 10 bis 20 Meter reduziert hatten. Sie lernte, unter dem Reiter ruhiges Tempo zu gehen, durfte sich aber später als Handpferd gelegentlich austoben (Das Reitpferd ging dann Galopp und mein Stütchen trabte, was das Zeug hielt, neben dran.)

Diese Stute kann man nicht mal als verdorben bezeichnen, denn sie hatte nur etwas gelernt, was ich nicht so gerne mochte. Sie war dabei nicht frech oder gefährlich, sondern einfach nur irre schnell.

 Wichtig wäre für Sie jemand, mit dem Sie Sich besprechen können, der Ihnen helfen kann, der mit einem ruhigen Pferd Hilfestellung leisten kann. Ich hoffe, Sie finden so jemanden. Alleine ist vieles  nicht nur  viel schwerer, sondern z.T. gar nicht möglich (z.B. Handpferdearbeit im Gelände), oder  auch recht gefährlich.

 

Sie meinen jetzt, ich stelle merkwürdige Fragen und Anforderungen an Sie?

Klar, aber (Pferde-)Erziehung ist ein ganzheitlicher Prozeß, bei dem man das gesamte Umfeld beachten (und einsetzen) sollte.

Also schmökern Sie bitte auch mal bei Feldenkrais und in Verhaltensstudien über Pferde herum. Es hilft weiter, bestimmt!

 Meine Maxime bei jeder Ausbildungsphase ist:

Mach es dem Pferd so leicht wie möglich, das Richtige zu tun 
und so unmöglich oder so unangenehm wie möglich, 
sich für die falsche Lösung der Aufgabe zu entscheiden.

   Kontakt Wkontny@web.de 

Und nun

 

Und nun

 

Mein spezieller Trainingsplan für rekonvaleszente und ältere Pferde

geeignet auch für verfettete, völlig unkonditionierte oder dämpfige Pferde; ich habe dies Programm auch für Tiere nach ausgeheilten Verletzungen oder Krankheiten an den Extremitäten erfolgreich eingesetzt. Aber bitte halten Sie  zuvor Rücksprache mit dem Tierarzt.

 Voraussetzung ist, daß das Tier artgerecht gehalten wird und täglichen, mehrstündigen Auslauf an frischer Luft schon hinter sich hat. Außerdem sollte Ihr Pferd oder Pony korrekt auf die Hilfen zum Longieren reagieren; andernfalls brauchen Sie anfangs jemanden, der neben dem Tier mitjoggt.

 Sie benötigen einen - möglichst abgesteckten - Longierzirkel, Round Pen oder einen quadratischen eben Auslauf, in dem Sie die Ecken vorübergehend mit E-Band abrunden können. Später ist eine Geländestrecke mit ebenem Boden optimal, für uns hat sich auch der breite, feste Seitenstreifen einer kleinen, sehr wenig befahrenen Landstraße bewährt, zumal dort die Pfähle der Fahrbahnrandmarkierungen alle 50 m eine tolle Hilfe sind.

 Geübt wird täglich oder doch mind. 5-6mal pro Woche.

Wichtig ist, daß das Tier niemals aus der Puste kommt, oder sonst wie Probleme bekommt, daß Sie bei der Arbeit auf der Kreisbahn immer wieder die Richtung ändern, oder aber bei entsprechender Disposition die "gesundere" Seite etwas mehr bevorzugen, ggf sogar die "kranke" Seite gar nicht beanspruchen und statt dessen so oft wie möglich auf der Geraden üben.

Muskulatur und Kreislauf sollen nur erst mal vorsichtig angeregt werden. Passen Sie also die Anforderungen immer den aktuellen Möglichkeiten des Tieres an und zwar mit der Tendenz, lieber zu langsam als zu schnell.

 Konditionskontrolle: Sie sollten im Laufe dieser 6 Wochen ein Gefühl für die Leistungsfähigkeit Ihres Pferdes oder Ponys bekommen. Lassen Sie sich vom Tierarzt die PAT-Messung zeigen und kontrollieren Sie damit immer mal wieder die Kondition.

 Probleme? Keine Halle und das Pferd ist total naß und dreckig und/oder es regnet immer noch? Machen Sie statt dessen einen gemütlichen Spaziergang von 15 bis 30 min und setzen Sie den Trainingsplan am nächsten Tag fort. Eine Woche Dauerregen? Na und? spazieren gehen geht immer (s.o.)  und fangen Sie bei wieder trockenem Wetter mit den vorletzten Trainingsaufgaben wieder an.

Nur Geduld, es wird schon! Und wenn nicht in 6 Wochen, dann eben in 8 oder 10 oder 12. Ihr Pferd ist schon soo alt, was machen da ein paar Tage.

 Los geht's!

1. Woche

1. Tag

entweder an der Longe oder frei laufend im Round Pen o.ä oder  im Gelände am Führseil

15 Minuten Intervalltraining in Schritt und Trab(oder Tölt ):

5 Min Schritt, 1-2 Runden oder ca. 50 m Trab, 5 Min Schritt, 1-2 Runden Trab, 5 Min Schritt - Belohnung, ggf. füttern, auf die Weide entlassen.

 2. Tag

wie am ersten Tag

aber nach 5 Min Schritt nun  1-3 runden Trab, 3 Min Schritt, 1-2 Runden  Trab, 3 Min Schritt, 1-2 Runden Trab, 4 Min Schritt - Belohnung, ggf. füttern, auf die Weide entlassen.

 3. Tag

wie am ersten Tag

aber 5 Min Schritt, 1-3 runden Trab, 3 Min Schritt, 2-3 Runden  Trab, 3  Min Schritt, 2-3 Runden Trab, 4 Min Schritt - Belohnung, ggf. füttern, auf die Weide entlassen.

 4. Tag

wie am ersten Tag

aber 5 Min Schritt, 1-3 runden Trab, nun im Wechsel 3 Runden Schritt und 1-2 Runden Trab 5 Min lang, am Ende noch 4-5 Min Schritt - Belohnung, ggf. füttern, auf die Weide entlassen.

 5. bis 7. Tag

wie am 4. Tag

 2. Woche

1.- 3.Tag

wie immer beginnen wir mit der Aufwärmphase von mind 3-5 Min Schritt

wir können in der 2. Woche die Anforderungen etwas steigern

5 Min Schritt;  dann 1-2 Runden Trab, 2-3 Runden Schritt für 10 Minuten immer im Wechsel, 5 Min Schritt oder besser kleiner Spaziergang an der Hand , - Belohnung, ggf. füttern, auf die Weide entlassen.

 4. - 7. Tag

5 Min Schritt, 2 Runden Trab, 2-3 Runden Schritt für 10 Minuten immer im Wechsel, 5 Min Schritt oder besser kleiner Spaziergang an der Hand , - Belohnung, ggf. füttern, auf die Weide entlassen.

3. Woche

1.- 3.Tag

wie immer beginnen wir mit der Aufwärmphase von mind 3-5 Min Schritt

wir können in der 3. Woche die Anforderungen wieder etwas steigern

5 Min Schritt, 1 Runde Trab, 1-2 Runden Schritt für 10 Minuten immer im Wechsel, 5 Min Schritt oder besser kleiner Spaziergang an der Hand, gerne auch schon mal mit leichtem Reiter , - Belohnung, ggf. füttern, auf die Weide entlassen.

4. - 7. Tag

5 Min Schritt, 1 Runde Trab, 1 Runde Schritt für 10 Minuten immer im Wechsel, 5 Min Schritt oder kleiner Spaziergang an der Hand, - Belohnung, ggf. füttern, auf die Weide entlassen.

4. Woche

1.- 3.Tag

wie immer beginnen wir mit der Aufwärmphase von mind 3-5 Min Schritt

in der 4. Woche steigern sich die Anforderungen wieder etwas

5 Min Schritt, 1 Runde Trab, 1-2 Runden Schritt für 10 Minuten immer im Wechsel, dann 2 Runden Schritt, 1 Runde Trab, maximal 1 Runde Galopp*(anfangs können 5 Galoppsprünge reichen!), 5 Min Schritt oder besser kleiner Spaziergang an der Hand, gerne auch schon mal gelegentlich mit leichtem Reiter , - Belohnung, ggf. füttern, auf die Weide entlassen.

*statt Galopp kann auch starker Trab, oder Tölt bzw Paß in flotterem Tempo verlangt werden

 4. - 7. Tag

5 Min Schritt, 1 Runde Trab, 1 Runde Schritt für 10 Minuten immer im Wechsel, dann 2 Runden Schritt, 1 Runde Trab, ca. 1 Runde Galopp, 5 Min Schritt oder kleiner Spaziergang an der Hand, - Belohnung, ggf. füttern, auf die Weide entlassen.

 5. Woche

1., 3., 5. und 7.Tag

nun starten wir mit der Arbeit unter dem Reiter:

wie immer beginnen wir mit der Aufwärmphase von mind. 3-5 Min Schritt

5 Min Schritt, ½ Runde Trab, 1-2 Runden Schritt für 10 Minuten immer im Wechsel, Handwechsel nicht vergessen, 5 Min Schritt oder besser kleiner Spaziergang an der Hand , - Belohnung, ggf. füttern, auf die Weide entlassen.

 2., 4., 6. Tag

Longenarbeit ohne Reiter

5 Min Schritt, 1 Runde Trab, 1 Runde Schritt für 10 Minuten immer im Wechsel, dann 2 Runden Schritt, 1 Runde Trab, 1 Runde Galopp,

15 Min Schritt oder kleiner Spazierritt- Belohnung, ggf. füttern, auf die Weide entlassen.

 6.Woche

Wie in der 5. Woche, aber statt ½ Trabrunde nun jeweils 1 Trabrunde und 1 Schrittrunde im Wechsel reiten.

An den "Longiertagen" kann nun der abschließende Schritt-Ausritt auf 20 bis 60 Minuten ausgedehnt werden.

 Sie sollten im Laufe dieser 6 Wochen ein Gefühl für die Leistungsfähigkeit Ihres Pferdes oder Ponys am jeweiligen Tag bekommen haben. Darauf aufbauend können Sie nach dem Prinzip des steten Wechsels zwischen Belastung und Ruhe weiter machen, wie es Ihr Pferd mag und verträgt.

Es ist viel gesünder und bringt prinzipiell mehr, wenn Sie die Trainingszeit verlängern, als wenn Sie das Tempo verstärken!  Also besser 30 min Schritt-Tab im Wechsel als 15 min Schritt-Galopp im Wechsel - das wäre dann schon ein Teil aus dem Aufbautraining für Sportpferde.

 Zur Abwechslung können Sie dann z.B. noch bei der Bahnarbeit unter dem Reiter einen steten Wechsel von Richtung und Geschwindigkeit mit einander verbinden, verschiedene Geschwindigkeiten in einer Gangart fordern und als lösende Lektionen auch große Schlangenlinien mit einbauen.

 mein aktuelles Beispiel:

2 alte Isländer

Grundkondition für ca. 2mal 30 min Schritt reiten pro Woche; ganzjähriger Weidegang

Ziel: 10 Tage Wanderritte zu Ostern von 8-25 km Länge, Gangart:  Schritt mit ca. 10% Tölt/Trab und 15 Min Pause pro Stunde

Training: 2-3mal pro Woche geritten: 500m Schritt, 2 km Schritt und Tölt im Wechsel je 50m, 2 km Schritt

 sowie 2-3mal pro Woche 10 -20 Min Round Pen wie Woche 3 (Schritt/Tölt)

 sowie ggf. 1 Ausritt von 45 bis 60 Min pro Woche

Zeitraum: Februar bis März

In den letzten 2 Jahrzehnten habe ich viele Pferde und Ponys der verschiedensten Rassen mit diesem Intervalltraining fit gemacht, einige davon hatten die Tierärzte zuvor für gar nicht mehr belastbar erklärt. Nach dem Training  konnten sie die konditionellen und mentalen Verbesserungen ihrer ehemaligen Patienten kaum fassen...  Mit Geduld und Einfühlungsvermögen können wir viel zuwege bringen!

Aber eines können wir nicht: unseren vierbeinigen Freunden ewige Leistungsstärke oder Jugend schenken!

 

Da nun die Liebe auch bei den Rössern durch den Magen geht, folgt als letztes der

 Futterplan

 Wer jetzt einen tollen allgemeingültigen Futterplan erwartet, den muß ich leider enttäuschen.

Denn ein Pferd ist so individuell wie ein Mensch, auch mit seinem "Magenfahrplan“.

Doch es gibt einige Dinge, die auf alle älteren Pferde zutreffen.

Mit den Jahren nimmt die Anpassungsfähigkeit des Organismus an Umwelteinflüsse etwas ab. Dazu gehören neben den Witterungseinflüssen auch das jahreszeitlich unterschiedliche Futterangebot.

Wir merken das, wenn wir das Winterfell der alten Tier mit dem der "kernigen" Jungtier vergleichen: Meist ist es plüschiger geworden als früher und es kommt auch mal früher und hält länger. Manchmal hält es so lange, daß wir die Pferdesenioren im Juni portionsweise scheren müssen, um sie von den winterlichen Zotteln zu befreien.  Mit der Fütterung können wir den Anpassungsmechanismus sinnvoll unterstützen.

Mit den Jahren werden bei einigen Tieren die Hufe brüchiger. Auch hier können wir mit gezielter Fütterung den Zustand wieder etwas verbessern.

Pferde verlieren im sehr hohen Alter auch mal den einen oder anderen Zahn. Auch dann  gilt es, das Futter daran anzupassen und z. B. besser Heupellets statt Heu zu geben.

Insgesamt arbeitet der ältere Organismus nicht mehr so "schwungvoll" wie der eines jungen Tieres. Und auch hier ist wieder der Futtermeister gefragt, um bei Mangelernährung in bestimmten Bereichen gegen zu steuern.

Wer nicht selbst die jahrzehntelange Erfahrung hat, wie die Ernährung älterer Pferde an ihren jeweiligen Zustand angepaßt werden sollte, der tut gut daran, sich nicht als erstes beim Futtermittelhändler allerlei teures Spezialfutter aufschwatzen zu lassen, sondern vom Tierarzt

erst mal ein Blutbild machen zu lassen, um heraus zu bekommen, was das Pferd noch alles selbst mit der normalen Nahrung aufnimmt und umsetzt und was wirklich fehlt.

Mit diesem Wissen geht es dann zum Futtermittelhändler und ran an die "Waschzettel" der einzelnen Ergänzungsfuttermittel oder Spezialfutter.

Wohl dem, der selbst oder in Haltergemeinschaft füttert. Das ist einfach.

Es gibt meistens weiter das bewährte Grundfutter, das das einzelne Pferd kennt, mag und gut verträgt und als Ergänzung z.B. noch etwas Maisbruch oder Gerste, eine preiswerte "Selen-betonte" Mineralstoffmischung sowie 2-3 Eßlöffel Sonnenblumenöl aus dem Supermarkt oder frisch geschroteten Leinsamen, einige Bierhefetabletten und immer mal wieder Möhren.

Bei Frostwetter wird die Ölgabe natürlich etwas erhöht, die Kohlenhydratzufuhr  mit Rübenschnitzeln bedarfsgerecht gesteigert und das könnte bei vielen Pferden schon ausreichen, damit sie sich um einiges besser fühlen, leistungsbereiter sind, besser durchhaaren und auch mit "Schietwetter" leichter klar kommen.

 Schwieriger wird es, wenn das Roß "in Pension" steht.

Zu oft gibt es noch o-8-15-Einheitsfutter für alle, mit etwas Pech auch noch ohne Rücksicht auf Jahreszeit, Wetter, Belastung, und Nervenkostüm der Rösser.

Da hilft nur Hartnäckigkeit und manchmal auch der Tierarzt: Zuerst muß die tägliche Ration der einzelnen Komponenten ermittelt werden, wie viel Mineralfutter( nicht Lecksalz!!!) mit welcher Zusammensetzung gibt es täglich (wenn überhaupt...) beim Füttern. Dann gilt es auszurechnen, was genau fehlt und dies selbst einzukaufen. Mit etwas Glück ist der Futtermeister zu überzeugen und er gibt Ihrem Pferd täglich zusätzlich sein "Pöttchen", das Sie jeweils abends zuvor vorbereitet haben und mäusesicher für ihn parat stellen.

Vielleicht hilft es auch, wenn der Tierarzt das Ergänzungsfutter quasi "verordnet".

Sollte auch das nicht helfen, steht Ihr Pferd im falschen Stall! Schließlich zahlen Sie gutes Geld dafür, daß es rundum versorgt wird und stellen das, was extra nötig ist, ja selbst zur Verfügung. Suchen Sie besser Ihrem vierbeinigen Freund schnellstens ein besseres zu Hause. Es gibt inzwischen so viele verschiedene Anbieter, daß Sie eine gute Verhandlungsposition für spezielle Wünsche haben.

Zum Glück gibt es aber jetzt immer mehr Menschen, die sich intensiv mit der optimalen Versorgung der ihnen anvertrauten Tiere befassen. Und wenn ausgerechnet in Ihrer Gegend nur ignorante Verpächter sitzen? Dann gründen Sie doch selbst eine Haltergemeinschaft und machen's besser.

Für die Übergangszeit gilt: selbst das Nötige zufüttern, möglichst täglich, notfalls alle 2 Tage. Ein Dauerzustand darf das zweitägige Füttern aber nicht werden, auch wenn es besser ist als nichts.

Sind nun noch Fragen offen geblieben?

   Kontakt Wkontny@web.de 

 

Aber bitte etwas Geduld, denn erst kommen bei mir die Rösser und dann die Post...

 

Reiten, auch mit Handicap

Behindert? Na und!

Wer sagt denn, daß Menschen mit Handicap keinen Spaß mit Pferden haben können!?! 

(mit Reithelm wär’s natürlich noch besser)

 

Ob Therapeutisches Reiten, Krankengymnastik zu Pferd oder Paralympics,

ob Wanderreiten oder Fahren,

ob Geschicklichkeits- oder Trailreiten

es gibt so viel Schönes, das wir mit Pferden oder Ponys erleben können!

Wichtig ist jedoch, daß wie in jeder guten Partnerschaft Mensch und Tier zusammen passen.

 

Welche Sparte und welches Pferd das richtige für Sie ist?

Schauen Sie weiter.

Ich helfe Ihnen gerne, das Passende heraus zu finden. 

 

  Ein Modewort unserer Zeit ist gerade „Wellness“. Nun, die folgenden Übungen haben uns schon gut getan, als es noch  nicht die große Mode war, sich und seinem Körper etwas Angenehmes zu gönnen. Für uns war es einfach ein Stückchen mehr Lebensqualität, wenn wir uns hinterher wieder etwas besser bewegen konnten oder uns einfach besser fühlten.

Ich wünsche viel Spaß und Erfolg beim Nachmachen.

 

(Kranken)Gymnastische Übungen zu Pferd

zum Lockern, Entspannen und Kräftigen von Kopf bis Fuß

 

Das Pferd geht im gleichmäßigen Schritt auf dem Zirkel an der Longe.

Einige Übungen kann man auch unterwegs z.B. auf einem Wanderritt anwenden.

Die Übungen passen sich dem Takt der Pferdebewegung an oder richten sich nach dem Atemrythmus des Übenden.

Der Übende sitz auf dem Pferd mit dicker Decke oder Westernpad und Longier- oder Voltigiergurt oder aber auf einem Sattel ohne Steigbügel.

 

Wichtig: bei keiner Übung darf Schmerz entstehen

ggf. die Übung abbrechen/auslasen oder abmildern

 

Vor Beginn der Übungen sollen Pferd und Reiter die Möglichkeit wahrnehmen, Muskeln und Gelenke zu lockern durch das Reiten von einigen Runden im Schritt.

 

Übungen zur Lockerung der Hüfte

 

1) Vorübung

"Pendeln"

lockeres  vor und zurück Pendeln des inneren Unterschenkels aus dem Kniegelenk heraus

auf gerader Strecke können beide Unterschenkel gegenläufig pendeln                                   

            5-7mal              eine Runde ausruhen                jeweils 3mal wiederholen

 

dann: Pendelbewegung vorsichtig(!!!) verstärken, bis das Bein aus der Hüfte heraus mitschwingt

            5-7mal              eine Runde Ruhe                      jeweils 3mal wiederholen

 

2)"Glockenpendel"

Hände beidseitig am Widerrist aufstützen, mit dem Oberkörper nach hinten und gleichzeitig mit den Beinen (ab Hüfte) nach vorne pendeln, anschließend die gegenläufige Bewegung ausführen  und diese Bewegungen wiederholen

            5-7mal              eine Runde Pause                     jeweils 3mal wiederholen

 

3)"Knie heben"

Hände beidseitig am Widerrist aufstützen, langsam beide Knie in Richtung Widerrist hochziehen, 5 Sekunden halten (weiteratmen!!!), Beine fallen lassen

            1mal                 eine Runde Pause                     jeweils 3mal wiederholen

 

 

Übungen zur Kräftigung der Schulter- und Rumpfmuskulatur

 

1)Ausgangsposition: Hände hinter dem Po ineinander falten, Handflächen dabei nach oben richten, Becken nach hinten abgekippt;

mit dem Einatmen: Oberkörper strecken, Schulterblätter zusammenziehen, Hohlkreuz machen, Arme nach hinten/unten strecken und dabei die Handflächen nach unten drehen

mit dem Ausatmen: die Ausgangsposition einnehmen

            5-7mal              eine Runde Pause                     jeweils 3mal wiederholen

 

2)Dehnung durch "Apfel pflücken"

Arme über den Kopf heben und wechselseitig: Arme und Oberkörper nach oben strecken und mit den Händen nach den imaginären Äpfeln greifen

            5-7mal              eine Runde Pause                     jeweils 3mal wiederholen

 

3)Arme zur Seite auf Schulterhöhe anheben und langsam den gesamten Oberkörper nach links und nach rechts drehen; den Kopf mitdrehen

            3-5mal              eine Runde Pause                     jeweils 2- 3mal wiederholen

 

4)Arme seitlich in Schulterhöhe anheben, Ellenbogen beugen und die Hände/Finger auf die Schultern legen; die gebeugten Arme aus dem Schultergelenk heraus nach vorne und nach hinten kreisen lassen                       jede Richtung 10mal

 

5) Arme seitlich in Schulterhöhe anheben, Ellenbogen beugen und die Handflächen vor der Brust gegen einanderlegen, dann 5 Sekunden lang die Hände kräftig gegen einander drücken, als ob eine Hand die andere wegschieben will; dabei Ellenbogen in Schulterhöhe lassen!!!

            1mal                 eine halbe Runde Pause            jeweils 3-5mal wiederholen

 

6) Arme seitlich in Schulterhöhe anheben, Ellenbogen beugen und die Hände/Finger vor der Brust ineinander haken, dann 5 Sekunden lang die Hände kräftig auseinander ziehen, als wollte eine Hand die andere wegziehen;              nach je einer halben Runde Pause       alles jeweils 3-5mal wiederholen

 

Übungen zur Kräftigung der Halswirbelsäule(ohne Reitkappe üben)

 

1)Kopf aufrecht halten, Arme auf Schulterhöhe anheben, Hände hinter dem Hinterkopf (nicht hinter dem Nacken!!!) falten, dann für 5 Sekunden den Kopf gegen die Hände und die Hände gegen den Kopf drücken, locker lassen

            1mal                 eine halbe Runde Pause            jeweils 3-5mal wiederholen

 

2)Hand flach auf ein Ohr legen, dann für 5 Sekunden den Kopf gegen die Hand und die Hand gegen den Kopf drücken, locker lassen, beide Seiten üben

            1mal                 eine halbe Runde Pause            jeweils 3-5mal wiederholen

 

3)die linke Hand greift über den Kopf zum rechten Ohr, für 5 Sekunden den Kopf gegen die Hand und die Hand gegen den Kopf drücken, locker lassen, beide Seiten üben

            1mal                 eine halbe Runde Pause            jeweils 3-5mal wiederholen

 

4)die Hände gefaltet flach gegen die Stirn legen, dann für 5 Sekunden den Kopf gegen die Hände und die Hände gegen den Kopf drücken, locker lassen

            1mal                 eine halbe Runde Pause            jeweils 3-5mal wiederholen

 

5) Kopf aufrecht halten, Arme auf Schulterhöhe anheben, Hände hinter dem Hinterkopf (nicht hinter dem Nacken!!!) falten, dann für 5 Sekunden den Kopf gegen die Hände und die Hände gegen den Kopf drücken, locker lassen

dann den Kopf etwas nach vorne senken und die Übung wiederholen

anschließend den Kopf schrittweise immer etwas weiter senken und die Übung jeweils wiederholen.

 Noch ein Tipp:

Sprechen Sie mit Ihrer Krankengymnastin oder Ihrem Orthopäden und bitten sie sie um weitere für Sie passende Übungsanleitungen. Fast alles, was auf einem Hocker zu üben ist, geht auch zu Pferd.

  

Haben Sie  Übungen gefunden, die Ihnen Spaß gemacht und gut getan haben?

Und wie wäre es dann mal mit einem kleinen Wanderritt?

Das muß ja noch nicht mal ein Wochen- oder  Ganztagesritt sein - einfach ein gemütlicher Ausritt mit einer Pause und vielleicht einem Picknick in eine schöne Gegend. Und keiner sagt, daß Sie nur reiten  müssen. Wenn mir die Gelenke weh tun, dann gehe ich einfach eine Strecke zu Fuß; oder ich  mache noch eine Pause mehr - gerade so, wie es gut geht. Natürlich kann das Wetter dabei auch mal Streiche spielen, wie im folgenden zu lesen ist:

Wanderritt im April

Nasser Schnee fällt auf den Klee in dicken weißen Flocken.

Wanderreiter steh'n dumm rum und frier'n bis in die Socken

Wander-Isi’s freu'n sich sehr und träumen von „zu Hause“

den Wanderreitern ist zu naß: die Pferdchen hab’n heut Pause.

Noch gestern schien die Frühlingssonne den Reitern ins Gesicht 

beim Picknick auf der Waldlichtung ahnt man den Winter nicht.

Das Lagerfeuer konnte den Schnee nicht  für uns verbrennen

drum bleiben wir in warmer Stube und könnten glattweg flennen.

Doch Montag, sagt Wettermann.

fängt der Frühling wieder an.

Er hat ja recht, das freut uns sehr. Und weiter geht die Reise:

Durch Moor und Wald, durch Matsch und Sand. Auf alter Väter Weise

zieh'n wir auf Pferderücken los,

machen Halt im Klee und mal im Moos,

bestaunen Gärten, die bunt am Wege blüh'n

und freun uns, abends wieder heimwärts zu zieh'n.

Zua Hause dann kommen weir zur Ruh,

der Sand der Fremde klebt noch am Schuh.

Die Pferde gefüttert und nochmal geputzt,

die wälzen eh’ gleich - hat gar nix genutzt!

Dann gehen sie gemächlich zur Nachtweide hin.

Geht heim ihr Reiter, heut steht uns der Sinn

nicht mehr nach Monstern aus Baggern oder Sperrmüll,

und nicht mehr nach Wäscheleinen voller Tüll.

Doch  morgen früh, da könnt ihr sicher sein,

da toben selbst die Alten wieder munter in den Morgen hinein.

Für die obigen Unternehmungen brauchten Sie nicht unbedingt ein eigenes Pferd, aber es ist doch toll, eines zu haben. So geht es mir jedenfalls.
Denken Sie auch so? Dann lesen Sie gleich weiter: 

 

Ein eigenes Pferd 

worüber Sie bei der Pferdesuche gründlich nachdenken sollten

 Warum  möchte ich ein eigenes Pferd?

weil ich ein Grundstück von 10000 qm oder mehr habe und das nicht dauernd mähen will oder an Fremde verpachten möchte

weil ich gerne wandere, aber kein Gepäck tragen will

weil meine Freundinnen auch alle eines haben

weil ich die sturen, dummen, bemitleidenswerten, bösen, oder, oder , oder .. Reitschulpferde satt habe

weil ich etwas zum Betüdeln möchte und auch mal spazieren reiten will

weil ich Turniere reiten will

weil....

 Wofür möchte ich ein Pferd? 

zum Reiten, Fahren,  Rasenmähen, zum Züchten,  für die Schau, für die ganze Familie

 Was soll mein zukünftiges Pferd können? Wie soll es sein?

1)    Allgemeines

Geschlecht, Farbe, Größe, Rasse, Gangarten, Alter

2) Ausbildung

halfterführig, longiert, ausgeleint/ausgelappt, an Sattel und Reitergewicht gewöhnt

an- oder aber eingeritten bis zu welchem Leistungsstand

welcher Reitstiel (z.B. englisch, western-pleasure, Trail,  Gangpferd, spanisch, wanderritterfahren, usw)

verkehrssicher, geländesicher, nachtsicher, verladefromm, landmaschinensicher, therapieerfahren,

ohne Unarten wie buckeln, steigen, wälzen mit Reiter, durchgehen, headshaking usw.

3)    Umgang

schmiedefromm, verladefromm, beißt und schlägt nicht

nicht eifersüchtig,  nicht futterneidisch

kinderlieb,  tierlieb

ruhig oder temperamentvoll

sensibel oder  cool

langsam oder schnell

    oder differenziert (z.B. flotter Schritt, langsamer Jog, flotter Trab, gemütlicher Galopp, Rennpass, -Tölt  usw)

 Haltung: Wie möchte und kann ich mein Pferd halten bzw. halten lassen?

hinterm Haus in Eigenregie,

Außen- oder Innenbox mit/ ohne täglicher Tagesweide im Sommer und täglichem Paddock im Winter

Box, Laufstall oder  Offenstall

eigener separater Paddock ganzjährig/ nur im Winter

Weidegang ganzjährig/ nur Sommer

oder, oder, oder

Selbstversorger oder mit Fütter-Service

Futter wird vom Stallverpächter gestellt: a) nur die Futtermittel, die der Verpächter aussucht, b)alle gewünschten Futtersorten (ggf. gegen Aufpreis) c) Verpächter besorgt nur Einstreu und Rauhfutter, und die Besitzer holen Kraftfutter, Müsli etc selbst und geben es zum Verfüttern an den Futtermeister ab.

Wer bestimmt über die Futterzeiten?

Wer bestimmt die Futtermengen? Nach welchen Kriterien? Mit welcher Qualifikation?

Wer überprüft die Qualitäten und weist mit welchem Erfolg ggf. muffiges, verschimmeltes Heu, übergorenes Silo oder klumpig-schimmeligen Hafer zurück?

 Welche „Fehler“ kann ich in Kauf nehmen?

z.B. statt 148cm Stm nur 138cm bei jeweils kräftiger Statur

oder statt 155cm  über 175cm bei gleich sanftem Wesen

„falsche“ Farbe, „falsches“ Geschlecht, zu jung, zu alt,

„falsche“ Rasse

stur statt bloß ruhig,  oder aber Raser statt nur leichtrittig

dämpfig, Ekzemer, Rehe-gefährdet, fehlsichtig,

supersicher aber bretthart oder butterweich aber schreckhaft

usw...

 Was kann ich meinem neuen vierbeinigen Freund bieten?

Ganzjährigen Auslauf mit anderen Pferden, einen trockene, windgeschützten Platz bei schlechtem Wetter, viele verschiedene Kräuter und Gräser, jederzeit einen festen und einen feuchteren, mistfreien Platz zum Wälzen, mindestens  alle 2 Tage 2-5 Stunden Zeit zum schmusen, pflegen, spazieren gehen, lernen, massieren, spielen, auch mal reiten, gründlicher anschließender Pflege, einen guten Futter- und Stallmeister mit dem „richtigen Auge“ für jedes Pferd, einen zuverlässigen Schmied mit Geduld auch für „Problemfälle“ und der Toleranz auch für „neuen“ Hufschutz wie z.B. Hufschuhe, einen jederzeit erreichbaren Tierarzt mit ganzheitlichem Wissen auch über „alternative“ Heilmethoden...  und Sie als einen Menschen, der in langen Jahren oder intensiven Kursen gelernt hat, wie Pferde leben, fühlen, agieren; der Dominanz ausstrahlen kann auch ohne Peitsche in der Hand, der ruhig und gelassen zum Pferd kommt und die Hektik des Arbeitstages schon daheim abgestreift hat, der sich nicht nur in reiterlichen Techniken sondern auch im Umgang ständig weiter bildet um sich immer besser ins Pferd ein zu fühlen, um in der Hilfengebung immer leichter zu werden, dem das Pferd vertrauen kann und für den das Pferd alles ihm Mögliche tut. Bieten Sie ihm auch die nötige Zeit - selbst wenn es gerade nicht paßt, bleiben bei ihm bei Kolik oder Verletzung, auch wenn schon ein 16-Stunden-Tag hinter ihnen liegt, alle anderen in die Disko gehen oder im Ofen der Weihnachtsbraten verschmort? Und wenn Sie mitten in der Gewitternacht von der Polizei rausgeklingelt werden wegen eines Baumes, der auf den Weidezaun gestürzt ist, reparieren Sie dann im strömenden Regen sofort das Desaster?

 Und was kommt am Ende heraus?

Tja, es kann passieren, daß sich jetzt herausstellt, daß es, wenn Sie ganz ehrlich zu sich sind,  noch zu früh für ein eigenes Pferd ist!

Nicht traurig sein! Sie heben jetzt mit dieser Erkenntnis mehrere neue Wege offen:

Suchen Sie sich ein Pflegepferd bei einem sachkundigen Besitzer und guten Trainer. Schauen Sie viel zu, klauen Sie mit den Augen, fragen Sie nach dem wie, was und warum etwas gemacht wird. Lernen Sie so viel Sie nur können, eventuell auch reiten.

Besuchen Sie einige Kurse in Horsemanship und lernen Sie dort, wie man mit Pferden verantwortungsbewußt und sinnvoll umgeht und arbeitet.

Versuchen Sie einen guten Lehrer zu finden, der später, wenn das Abeuteuer eigenes Pferd endlich begonnen hat, Sie und Ihr Roß weiter betreut, damit Sie das Erlernte nun anwenden und festigen können.

 

Wenn aber die äußeren Umstande stimmen, dann noch einige Tipps:

Bitten Sie den Verkäufer, Ihnen das Pferd vor zu führen oder vor zu reiten und beobachten Sie, ob das Pferd ihm vertraut und gehorcht und wie ggf. mit Ungehorsam umgegangen wird.

Besuchen Sie das Pferd mindestens 3mal oder besser öfter; am besten, Sie vereinbahren eine Ankaufuntersuchung und verzögern diese ein klein wenig, um in dieser Zeit möglichst täglich längere Zeit mit dem Pferd zusammen sein zu können und sich vom Vorbesitzer erklären zu lassen, wie es bisher behandelt worden ist, was es kennt, was es mag, was es fürchtet, was es gerne frißt, u.v.m.. Wenn möglich, sollten Sie das Pferd in dieser Zeit auch mehrfach unter Anleitung reiten und auf alle Fälle mit ihm im Gelände/Verkehr spazieren gehen. Ist alles o.k. und auch der Tierarzt findet keine störenden Mängel, haben Sie reiflich Zeit für Ihre Entscheidung gehabt.

Hat das Pferd Papiere und einen Pferdepaß? Der ist seid 2000 gesetztlich vorgeschrieben für alle Equiden.

Sie können die nötigen Formulare gleich bei der Ankaufuntersuchung ausfüllen lassen. (Kosten z.B. mind. 120,-DM insgesamt für ein Freizeitpferd ohne deutschen Abstammungsnachweis)

Auch eine Probezeit ist eine gute Idee, doch gehen nicht alle Verkäufer darauf ein. Wie wäre denn eine Probezeit auf dem Hof des Verkäufers (natürlich gegen Futterkosten)?

Oder

Sie finden fast per Zufall ein Roß, das in vielem von Ihren Wunschvorstellungen abweicht, aber bei dem Sie das Gefühl haben, sich sofort mit ihm zu verstehen, akzeptiert zu werden und sich jederzeit wohl und sicher zu fühlen. Wenn es vier Beine hat und gesund genug ist - nehmen Sie es! Denn was nützt das theoretisch genau passende Pferd, wenn die „Chemie“ nicht stimmt?

Und wie ist es, wenn sich Ihre Kinder oder Enkel ein eigenes Pferd oder Pony  wünschen?

Meine Reitkinder hatten auch oft diesen Wunsch. Und so ist der folgende Brief an die Eltern einer 12jährigen Pferdenärrin entstanden, der auch Ihnen weiterhelfen wird:

 

Ein eigens Pferd für’s Kind!?!

Ein grausam ehrlicher Brief an die Eltern meines Pflegemädchens

Liebe Familie XYZ!

Ich kenne das schon aus langjähriger Erfahrung: Alle, die bei mir eine Reitbeteiligung hatten, haben sich früher oder später ein eigenes Pferd angeschafft. Leider ging das aber nicht in allen Fällen gut; vor allem dann nicht, wenn es sich dabei um Kinder handelte. Alle, die über 18 geworden sind und sich dann vom eigenen Geld (meist natürlich "gesponsert" von Familienangehörigen) ein Pony oder Pferd zulegten, haben durchgehalten, doch die jugendlichen Pferdebesitzerinnen sind alle (!!!) wieder von der Reiterei abgesprungen. Meist wegen Ausbildung,  Beruf  und wegen der Jungs.

Da dadurch aber leider viel Pferdeelend entsteht, habe ich mir gestattet, Ihnen einige Seiten zu kopieren, die sich sachkundig und ausführlich mit dem Wunsch von Kindern und Jugendlichen nach dem eigenen Pferd befassen.

Dazu habe ich noch eine Liste der üblichen einmaligen und laufenden Kosten der Pferdehaltung beigelegt. Den Kosten und Preisen sind dabei nach oben nahezu keine Grenzen gesetzt; die maximal-Preise, die ich angesetzt habe beziehen sich auf qualitativ sehr gute Gebrauchsgüter der jeweiligen Kategorie, nicht aber auf die natürlich auch noch möglichen Luxusausführungen, die dann auch leicht noch doppel so teuer sein können...

Was noch fehlt, sind die täglich anfallenden Arbeiten, die auch an Sonn- und Feiertagen zu leisten sind, die keine Rücksicht nehmen auf Hausarbeiten, schlechtes Wetter oder Krankheit und Urlaub des Pferdebesitzers! Zwar werden einige dieser Arbeiten von Verpächtern übernommen, aber meist nur in Ställen mit monatlichen Einstellkosten von über 600,-DM.  Aber alles der Reihe nach:

a) Haltergemeinschaft
Hier werden alle Arbeiten (und Kosten) anteilig auf die Mitglieder umgelegt.

Das sind zuerst mal die regelmäßigen täglichen Arbeiten:
mindestens  2x täglich Futter  mischen oder ansetzen und verteilen sowie Heu und Stroh füttern, täglich die Pferde aus dem Auslauf/Stall auf die Weide stellen und zurückbringen, Ausläufe/ Ställe entmisten und neu einstreuen, Wasser schöpfen/pumpen und verteilen (und all das auch bei sengender Hitze oder Regen, Schnee und Eiseskälte), E-Zäune kontrollieren und mind. 1mal pro Woche  freischneiden/pflücken und reparieren, Futtergras entweder freistecken( täglich, z.T. auch nur  wöchentlich) oder als frisches Schnittgras schneiden, holen und vorlegen, Nagehölzer besorgen, vorlegen und auch wieder entsorgen, Löcher in Weide und Auslauf zustopfen/treten, kranke Tiere mit der nötigen Medizin versorgen/ behandeln
Dann sind da noch die zeitlich nicht ganz genau planbaren, sehr plötzlich anfallenden Arbeiten die aber wegen ihrer Wetterabhängigkeit meist absolute Dringlichkeit haben:
Pferde umstellen auf andere Weiden(2-4mal pro Jahr), E-Zäune ziehen(monatlich), feste Zäune reparieren oder bauen( 2mal pro Jahr), Gräben säubern von Unkraut ggf auch Schlamm (sommers 1-2mal), düngen, kalken, Kompost/Mist ausbringen(monatlich), Totholz entfernen(1-2mal pro Jahr), Brennesseln und Disteln mähen(2mal pro Jahr und Weide), Stroh und Heu packen/ umpacken (winters monatlich; + 2mal im Sommer),
und Unvorhergesehenes kommt garantiert auch noch einige Male dazwischen...

b) Pensionsplatz
Je nach Preis werden hier 1-2mal täglich die Grundversorgung mit Einstreu, Rauhfutter und Wasser, ggf. auch  Kraftfutter  vom Verpächter übernommen, jedes Extra muß meistens aber entweder selbst geleistet oder zusätzlich bezahlt werden( z.B. besonderes Futter, weil Hafer für viele Ponys nicht geeignet ist; oder Mineralpellets, Staub-freies oder gewaschenes Heu u.v.m.). Der tägliche Auslauf ist nach meiner  langjährigen Erfahrung in den wenigsten, auch teuren(!) Ställen nicht gesichert, da bei "schlechtem" Wetter die Pferde meist aus Faulheit im Stall gelassen werden. Entweder der Verpächter mag nicht naß werden oder sein Auslauf ist nicht pferdegerecht und wenigstens teilweise befestigt, sondern bei Regen ein Schlammloch, in das keiner gerne hineintreten mag und das auch die Tiere krank machen kann. Ständiger Stallaufenthalt aber ist auch nicht artgerecht und macht die Tiere mit Sicherheit krank!  Ständiger, ungeregelter Weideaufenthalt auf den hier üblichen Weiden ist für viele Kleinpferderassen aber auch nicht ungefährlich, da sie verfetten und jämmerlich an Leberschäden oder Rehe erkranken und sogar zu Grunde gehen können. Erkundigen Sie sich nach der Qualifikation und/oder  dem Sachkundenachweis z.B. für die Robustpferdehaltung. Wie sind die anderen Einsteller mit der Pferdeversorgung zufrieden, welche Pflichten kommen auf Sie und oder Ihre Tochter zu. Wie wird alles im Krankheitsfalle oder bei Urlaub ( von Ihnen/Ihrer Tochter  und auch vom Verpächter) geregelt? Müssen Sie ggf. eine Ersatzperson stellen, um Ihrem Pferd/Pony die nötige Pflege und Versorgung zukommen zu lassen?

Wenn Sie jetzt das Gefühl haben, ich will Ihnen Angst machen, ist das vielleicht gar nicht so falsch. Schließlich übernehmen Sie mit dem Kauf eines Ponys/Pferdes die Verantwortung für ein lebendiges Wesen, das völlig von Ihnen abhängig ist und ohne Ihre Fürsorge leiden muß oder letztendlich beim Schlachter landet!
Ich hatte eine Freundin, der eines meiner damals jungen Ponys so gut gefiel, daß sie es mir abkaufen wollte, sich aber nicht sicher war, ob sie das auch alles schaffen könnte. Also machte ich ihr den Vorschlag, sie möge für dies Tier ein Jahr lang, mindestens aber einen ganzen Winter lang so sorgen wie für ihr eigenes , gerade so als wenn ich nicht da wäre. Danach wußte sie, wie enorm viel Kosten, Arbeit, Verantwortung aber auch Freude am Geschaften die Pferdehaltung beinhaltet, und vor allem, was sie selbst zu leisten in der Lage war. Ich halte das für den besten und ehrlichsten Weg gegenüber allen Beteiligten, den Zweibeinern wie den Vierbeinern. Wenn Sie daran interessiert sind, könnte ich Ihnen eine meiner Stuten zur Verfügung stellen. Es wird garantiert eine harte aber faire und realistische Prüfung. -

Nachtrag:

Das junge Mädchen hat übrigens kein eigenes Pony bekommen und spielt jetzt sehr engagiert Damenfußball...

 

             Testament für Tiere

Leider kann man in Deutschland nicht einfach seinem geliebten Tier sein Erbe hinterlassen - jedenfalls nicht einfach so...

Aber mit etwas Know How können wir schon recht sinnvoll für sein Wohlergehen nach unserem Ableben sorgen.

 Eines aber sollte jeder Tierbesitzer vorab bedenken: Wenn uns erst mal ein überraschender Unfall oder eine Krankheit an den Rand des Todes gebracht hat, ist es meist äußerst schwierig , wenn nicht gar unmöglich, etwas zu tun. Wir sollten so früh wie möglich vorsorgen:

 Mein erster Vorschlag wäre:

Suchen Sie sich eine Person Ihres Vertrauens, sprechen Sie mir ihr über das Thema und richten Sie für den Notfall ein Tierpflege-Sparbuch o.ä mit ca. 3000,- bis maximal  9999,-DM. ein, für das diese Person eine Vollmacht erhält. Entweder eine Vollmacht über den Tod hinaus oder eine Vollmacht im Todesfall. Die erste Variante ist im Falle eines Falles die einfachere, da die beauftragte Person nicht sofort eine Sterbeurkunde braucht, um z.B. weiter Futter einzukaufen, den Tierarzt zu bezahlen u.s.w..

Wie viel Geld sollten Sie für die Pflege und Versorgung Ihres Tieres einplanen?

Berechnen Sie die monatlichen Kosten, die Ihr Tier bisher verursacht hat, multiplizieren Sie das mit der verbleibenden Lebenswerwartung und rechnen Sie pro 5 Jahre noch mal 1000,-DM für außerordentliche Tierarztkosten dazu, dann sind Sie bei Haustieren wie Hund und Katze auf der sicheren Seite.

Bei Pferden verfahren Sie ähnlich, rechnen aber pro 5 Jahre Lebenserwartung den Anschaffungspreis des Tieres hinzu oder mind. 4000,-DM besser 5000,-DM, wieder für außerordentliche Tierarztkosten

 Bei einer Katze, die z.B. einen monatlichen Lebensunterhalt von 50,- DM haben könnte, sind das selbst bei einer verbleibenden Lebenserwartung von 10 Jahren 8000,- DM. Das können Sie recht problemlos auch an „Nicht-näher-Verwandte“ vererben. Aber schon ein etwas größerer Hund könnte für die gleiche Zeit ca. 26000,-DM benötigen und da greift das Finanzamt heftig beim Erben zu!

Vererben Sie mehr als 10000,-DM an nicht näher verwandte Menschen, so muß Erbschaftssteuer bezahlt werden, i.d. Regel, der normale Steuersatz als zwischen 25 und 35% oder mehr! (Genauere Auskunft erteilt Ihr Sachbearbeiter  beim Finanzamt.) Sie müßten also einem Menschen Ihres Vertrauens für Ihren Hund z.B. ca. 40000,-DM hinterlassen, damit der Hund davon ca. 26000,-DM erhalten kann. Das Finanzamt wird den Hund nicht füttern! Das verlangt auch noch Hundesteuer...

 Und jetzt machen Sie (ganz vorsichtig)  diese Rechnung für Ihr Pferd auf:

Sagen wir das Tier ist 10 Jahre alt, hat noch 15 Jahre vor sich, steht in einem Pensionsstall mit Grundversorgung für 350,- DM im Monat, benötigt 2mal pro Jahr eine Vitamin-und Mineralkur für je 150,-DM, die über je 4-6 Wochen täglich gegeben werden muß(allein Fahrtkosten für ca. 80 Tage: 800,-DM; den Zeitaufwand der Pflegeperson lassen wir gnädig außer Acht, denn sie mag ja Ihr Pferd ganz doll und hat völlig problemlos täglich dafür Zeit..... oder?).

Der Schmied kommt 6mal pro Jahr und nimmt je 60,-DM.

Die Impfungen und Wurmkuren schlagen mit mind. 300,-DM zu Buche.

Eine kleine Magenverstimmung oder Verletzung kostet im Jahr auch noch mal mind. 300,-DM.

Das sind pro Jahr also mind. 6260,-DM und für 15 Jahre also schon über 100000,-DM!

Ganz schön heftig!?!

Und ans Finanzamt haben Sie im Hinterkopf auch schon gedacht und mit gerechnet?

Sie müssen also schon ein sehr liebenswertes Pferd und einen noch viel lieberen und superzuverlässigen Menschen haben, den Sie mit alledem betrauen - und einen dicken Batzen Geld...

Sie haben all das? Toll! Sie Glückspilz!

Dann also weiter.

Stoppppp! Sie haben nicht??? Schade!

Und was nun?

Tja, dann brauchen Sie und Ihr Pferd eine gute Portion Glück und einen ebenso fachkundigen wie geschickten Testamentsvollstrecker, der Ihr Roß in allerbeste ( nicht in erstbeste!!!) Hände z.B. mit Schutzvertrag  veräußert und ggf. einen fachkundigen (Tierarzt?) Menschen Ihres Vertrauens, der das auch gelegentlich überprüft. Die beiden könnten für einige Zeit aus dem Verkaufserlös eine Aufwandsentschädigung erhalten.

Das klingt hart - ich weiß,

aber es könnte für Ihr Tier der beste Weg sein, wenn es noch „nutzbar“ ist.

Und was ist, wenn Ihr Pferd auch nicht mehr ganz so fit ist?

Wenn es das eine oder andere Wehwehchen hat, vielleicht chronisch, wenn auch nicht lebensbedrohend oder sonst wie schwerwiegend krank ist;  nur eben z.B. dämpfig, Stauballergisch oder Ekzemer? Oder wenn es mit „seinen täglichen Tropfen“ noch lange ein glückliches, beschwerdefreies Leben führen könnte.

Was dann?

Geht es noch als „Beistell-Pferd“ für einen ähnlich gehandicapten Kumpel durch?

Auch das wäre eine Möglichkeit. Zwar schwierig zu finden, aber gewiß nicht unmöglich.

Ihr zuverlässiger Freund sollte dann also solch einen Platz ins Auge fassen, überprüfen und Ihr Pferd dort gegen Schutzvertrag unterbringen. Natürlich wird er auch in diesem Falle die Haltung z.B. vierteljährlich überprüfen und auch am Ende mit den neuen Nutzern über eine Tötung des Pferdes entscheiden, wenn es dann sein muß.

 Haben Sie schon daran gedacht, daß auch die Person Ihres Vertrauens nicht ewig lebt?

Wer sorgt dann für Ihr Tier?

Oder soll es dann doch besser eingeschläfert oder geschlachtet werden, wenn es keine vertraute Bezugsperson mehr hat und vielleicht von Hand zu Hand weitergehen muß, im Tierheim landet oder beim Schlachtpferdetransport nach Italien oder Marokko?

Vielleicht hilft Ihnen hier ein Testamentsvollstrecker, bei dem Sie sicher sein können, daß er einen Nachfolger haben wird. Also das wäre z.B: Ihr Tierarzt aus der Gemeinschaftspraxis oder der Tierschutzverein oder der Vorstand des Reitvereins, Zuchtverbandes oder eine andere„juristische“ Person.

So, und nun zu den Glücklichen;

zu denen, die ihrem Pferd ein weiteres Verbleiben in ihrem alten Stall mit den gleichen Kumpels und zu den gleichen Konditionen problemlos ermöglichen können. Zu denen, die auch locker noch die zu erwartende Steuer für’s Finanzamt mit drauflegen können. Zu denen mit dem allerbesten Freund der Welt, der trotz Kindergeburtstag oder Gipsbein nach dem vielleicht gerade dann kranken fremden Roß schauen wird.

(Oh, wie ich Sie beneide - und erst Ihr Pferd!)

Sie haben mehrere Möglichkeiten. Die einfachste, aber „teuerste“ ergibt sich ja schon aus den obigen Darstellungen: Sie vererben das für’s Pferd und für’s Finanzamt nötige Geld; fertig! Sinnvoller dagegen ist aber entweder ein

                        Vermächtnis              oder eine                     Stiftung.

Beides macht das Finanzamt nicht so schrecklich viel reicher und kommt, sinnvoll durchdacht, nicht nur Ihrem Pferd, sondern auch noch anderen zu Gute.

Eine Stiftung (Stammkapital mind. 25000,-DM) können Sie zu Lebzeiten gründen und so ziemlich nach Ihrem Geschmack gestalten. Jedoch brauchen Sie professionelle Hilfe dabei. Der Anwalt Ihres Vertrauens oder z.B. der juristische Kurator des Tierschutzvereins hilft da weiter.

Auch bei einem Vermächtnis kommen Sie kaum ohne juristische Hilfe aus, denn es kommt leider oft auf sehr genaue Formulierungen an, damit Sie wirklich das erreichen, was Sie für Ihr Pferd wollen.

 Und:

Der Tierschutzverein hilft Ihnen auch hierbei weiter, nicht nur mit Rat und Broschüren - auch steuerlich... 

Lauter pferdige Fragen zum lösen oder kopieren z.B. für Euer Reiterfest:

            Viel Spaß beim Lösen

Wie nennt man ein Pferd, dessen Mähne, Schweif und Fell braun sind?

Wie nennt man ein Pferd, dessen Mähne, Schweif und Fell weiß sind?

Wie nennt man ein Pferd, dessen Mähne und  Schweif schwarz und dessen Fellhaare braun sind?

Wie nennt man ein Pferd, dessen Mähne und  Schweif schwarz und dessen Fellhaare ockergelblich oder mausgrau sind?

Womit kann ich mein Pferd/Pony belohnen? Nenne mehrere verschiedenartige Möglichkeiten.

Was dürfen Pferde nicht fressen? 

 Wie alt können Pferde/ Ponys werden, wenn sie artgerecht leben?
Bitte ankreuzen   10   20        30        40        50        60  Jahre


Wie ruhen sich Pferde aus und wie schlafen Pferde/Ponys?
Bitte ankreuzen:         im Stehen        im Sitzen         im Liegen        wenn sie schnarchen


Wieviel Wasser trinken Pferde, die auf der Weide leben an einen Regentag?
Bitte ankreuzen:         fast nichts       10        20        30        40        50        60        70        80 Liter


Wieviel Wasser trinken Pferde, die nur im Stall stehen und von Hafer, Heu und Stroh leben?
Bitte ankreuzen:         fast nichts       10        20        30        40        50        60        70        80 Liter/Tag


Wieviele Stunden am Tag frißt ein Pferd/Pony?
Bitte ankreuzen: 3      4          5          6          7          8          9          10        11        12        13        14


Warum wälzt sich ein Pferd/Pony? Bitte ankreuzen
um die Mücken loszuwerden  weil es naßgeregnet ist           weil es Bauchweh hat

weil es sich wohl fühlt                        weil das Fell juckt      wenn es geschwitzt hat


Wer führt die Pferdeherde/Pferdefamilie an und hat das Sagen, wann gefressen oder geschlafen oder gewandert wird? Bitte ankreuzen
die Leitstute                der Familienhengst(oder -Wallach)   der Mensch(Besitzer oder Pfleger)


Ein Pferd hat schlechte Laune; wie zeigt es das? Bitte ankreuzen
Ohren anlegen            schnappen, beißen      legt sich hin                jagt die anderen

steht ganz alleine        wirft seinen Futtereimer um  keilt nach anderen aus           buckelt


Ein Pferd fühlt sich wohl; wie zeigt es, daß es ihm gut geht?
es wälzt sich               es frißt mit Appetit                 es rennt buckelnd über die Wiese

es spielt / rauft mit dem/den Weidegefährten            es legt sich zum Schlafen platt auf den Boden

es döst gemeisam mit dem/den Weidegefährten       es arbeitet (z.B. beim Reiten) gut mit

 Die nächste Aufgabe  ist ideal bei schlechtem Wetter und hat bei uns immer allen viel Spaß gemacht:
Schreibe eine kurze Pferde-Geschichte und verwende dabei alle der folgenden Begriffe:
Scheibe, Regen, Glocke,  Luftpumpe, Uniform, Schloss, Teich, Eimer, Regenschirm - Gummitwist - Schubkarre - Badeanzug - Wintermantel - Kirchenglocken - Müsli - Schweineschlempe

Beispiel:

Ein ganz normaler Sommertag in diesem Jahr

Schon auf dem Weg zur Weide werfe ich einen kritischen Blick durch die Scheibe meines Autos auf die grauen Wolken am Himmel, ob ich heute wohl ein Stückchen ausreiten kann oder ob ich mal wieder, wie schon so oft in diesem Sommer, mit Regenschirm und Wettermantel über die Wiese stiefeln und meine vierbeinigen Freunde versorgen werde. Glücklich an der Sommerweide angekommen, stelle ich fest, daß alle Zäune intakt sind und keines meiner Rösser mit der E-Zaunlitze Gummitwist gespielt hat. Schnell füllt sich beim abäppeln des Auslaufs die Schubkarre und bald ist der erste Teil der Arbeit getan. Ich überlege, daß ich heute zum Reiten weder Badeanzug noch Wintermantel brauchen kann, aber eine Wetterjacke sollte ich lieber doch anziehen. Unterwegs im Gelände dann höre ich die Kirchenglocke aus dem Dorf in der Nähe 6 Uhr schlagen. Nun ist es Zeit, umzukehren, denn ich muß meinen "Süßen" ja noch ihr Abendfutter zubereiten, das aus Pferde-Müsli, Kräutern, Wurzeln und Äpfeln besteht. Alle freuen sich, wenn sie endlich ihre Futtereimer umgehängt bekommen und gemütlich schmausen können. Schnell sind alle Eimer leer gefuttert, nur Ricki hat mal wieder so rumgesaut, daß die reinste Schweineschlempe entstanden ist. Und diese feuchte Soße mag er dann nicht mehr. Katla ist aber eine dankbare Abnehmerin für seine Futterreste und leckt flott seinen Eimer sauber. Nachdem alle Tiere einschließlich der Katze mit Futter und Wasser und frischem Gras versorgt sind, könnte  ich mich  noch um die weitere Arbeit kümmern und den zugewachsenen Graben reinigen, die wuchernder Brombeeren zurückschneiden oder den neuen Zaun streichen, aber es fallen schon die ersten Regentropfen. Also werde ich mich  auf den Heimweg machen, nicht ohne mich zu vergewissern, ob das alte Schloß am Weidegatter auch sicher und fest  abgeschlossen ist.

 

 Logisch, daß die Geschichte auch ganz, ganz anders aussehen kann...

 

  Jetzt wird es etwas kniffliger. Die folgenden Fragen stelle ich Leuten, die bei mir ein Pflegepferd haben möchten oder ein Pferd kaufen wollen. Die Antworten zeigen mir, ob dieser Mensch für eines meiner Tiere geeignet ist, oder was ich ihm/ihr noch alles beibringen muß.

 

Kennst Du Dich im Umgang mit Pferden aus?

   50 Fragen für Pferdepfleger und Besitzer

1) Wie trägt das Pferd das Reitergewicht

a)ohne Sattel

b) mit Sportsattel(Dressursattel oder VS)

c)mit Trachtensattel

d)mit Bocksattel(z.B. Westernsattel)

 

2) Welche Zäumungen kennst Du und wie und wo am Pferdekörper wirken sie

 

3)Was ist ein Quadratpferd? und wozu eignet es sich?

 

4)Welche natürlichen Bedürfnisse hat das Pferd? nenne mind. 4 Beispiele

 

5)In welchem Sozialverband leben Wildpferde?

 

6)Welche soziale Stellung kann der Mensch gegenüber dem Pferd haben und welche Folgen hat das im täglichen Umgang? mind. 2 ausführliche Beispiele

 

7)Wodurch lernen Pferde?

 

8) Wann genau soll das Pferd gelobt  oder gescholten werden?

 

9)Aus welchen gründen reagieren Pferde mit Flucht?

Nenne mind. 3 Gründe

 

10)Wozu dient die soziale Fellpflege und wie kann der Mensch sie imitieren?

 

11)Wie groß ist der Gesichtskreis des Pferdes?

 

12)Wohin kann das Pferd nicht sehen?

Nenne 2 Beispiele

 

13)Wann bzw was sehen Pferde besser als wir?

 

14a) Wie erzieht man sein Pferd zum „Home-runner“(Durchgänger auf dem Heimweg)?

 

14b)Wie gewöhnt man ihm das Durchgehen/Hibbeln auf bestimmten Strecken wieder ab? Wie lange dauert die Umerziehung mindestens?

 

15)Wie lange kann sich ein Pferd konzentrieren?

 

16) Was könne die Folgen von der Überforderung der Konzentrationsfähigkeit sein?

Nenne mind. 2 Beispiele?

 

17)Wenn Du mal einige Tage nicht reiten kannst oder willst, beobachte den Tagesablauf deines Pferdes:

Notiere    Wann frißt und säuft es es wo und was genau

                wann döst es wo und mit wem

                wann spielt es mit wem

                wann sucht es soziale Kontakte und mit wem

Du solltest am Ende des Sommers wissen, wann Dein Pferd seine Ruhephasen hat, wann die Hauptnahrungsaufnahme stattfindet und mit wem es befreundet ist.

 

18)Wie unterhalten sich Pferde?

Nenne 4-6 Beispiele

 

19)Wie kann/sollte der Mensch mit dem Pferd kommunizieren?

Nenne 4 Hilfsmittel bzw "Sprachinstrumente"

 

20)Wie - außer mit dem Zügel - kann ich mein Pferd langsamer machen?

Nenne 2 besser 3-4 Beispiele

 

21) Betrachte den normalen Pferdetag auf der Weide: Welche Gangarten werden wie oft benutzt und wozu?

 

22)Wo darf man nicht reiten? Nenne 8-10 Beispiele!

 

23)Wann kommt ein artgerecht aufgezogenes und gehaltenes Pferd nicht den Wünschen seines Menschen nach?

Nenne Zeitpunkt, Situation, Umfeld und suche nach Gründen

 

24)wieviel % der "Pferdefehler" sind auf das Fehlverhalten von Menschen zurückzuführen(bedingt durch Haltung, Anforderungen usw usw)?

 

25)Welche Art des Reitens imitiert das natürliche Wanderverhalten des Pferdes?

 

26) Wo kann man sich beim Reiten festhalten? Und wo darf man das auf keinen Fall?

 

27) Warum bringt man Pferde am besten vormittags/ mittags auf eine neue Weide?

 

28) Wieviele Stunden pro Tag grasen Pferde, wenn sie auf der Weide gehalten werden?

 

29)Wieviel Wasser braucht ein Pferd am Tag, wieviel ein Pony?

Wieviele Eimer voll sind das? Wonach richtet sich die Menge?

 

30)Warum sollen Pferde immer einen Platz haben, auf dem sie Trocken stehen können?

 

31) Warum sollen Pferde auch im heißesten Sommer immer eine Stelle haben, wo der Boden feucht ist?

 

32)Was sind "lösende" Übungen

a) in der Dressur?

b) bei der Handarbeit?

 

33)Warum sollte jedes Pferd gymnastiziert werden?

 

34)Welche Wirkung haben korrekt gerittene Bögen und Volten auf das Pferd?

 

35)Bergauf oder bergab - womit kann ich im Gelände mein Pferd versammeln?

 

36)In Welchem Gelände kann ich die Trabtritte verlängern?

 

37)Welche Körperpartien übt das Pferd am Steilhang?

 

38)Nenne/beschreibe eine Vorübung zur Hinterhandwendung!

 

39)Beim Fressen fällt ständig Futter aus dem Maul des Pferdes; Warum? Was tun?

 

40)Ein Pferd säuft lieber Moorwasser als Leitungswasser; was bedeutet das?

 

41)Dein Pferd nagt Zaunstangen an; warum?

 

42) Dein Pferd leckt Dir ständig die Hände; warum und was tun?

 

43)Ein Pferd ist ausgebrochen; was tun? was mitnehmen?

 

44) Ein Gewitter ist angesagt; womit ist zu rechnen?

 

45)Ein dicker Insektenstich in der Gurtlage unter dem Pferdebauch, was tun?

 

46)Dein Pferd geht unruhig hin und her, schmeißt sich hin und wälzt sich häufig, schwitzt stark und schaut oder beißt sich immer wieder nach dem Bauch; was tun?

 

47)Auf der Weide schüttelt ein Pferd dauernd den Kopf, schlägt mit dem Schweif, tritt sich unter den Bauch, läuft plötzlich ein Stück usw; was ist die Ursache, was tun?

 

48)Dein Pferd geht lahm; was tun?

 

49)Dein Pferd wühlt im Stroh oder Heu und hustet anschließend; was tun?

 

50)Dezember ,16 Uhr, Du willst ausreiten; was ist zu beachten?

 

 

 

Und wenn Euch jetzt der Kopf raucht vom vielen Denken gibt’s es noch etwas  zum Entspannen und schmökern hinterher:

 

Pony-Detektive

 

Daß im Rahmen der Verbrechensbekämpfung und -aufklärung tierische Mitarbeiter eingesetzt werden, ist nicht neu: Jeder kennt Polizeihunde. Daß sich aber auch ganz normale Freizeitponys dazu eignen, haben wir unlängst selbst erlebt:

 

Am Dienstagnachmittag hatten wir uns zum Ausreiten verabredet. Es war, wie so oft in diesem März klirrend kalt, so dass ich es vorzog, direkt auf der Heizung zu sitzen, daß heißt, mein Pony ohne Sattel zu reiten. Der eisige Wind pfiff uns selbst bis in die Kapuzen, aber die Ponys waren guter Dinge; sie meinten, das sei richtiges Isländerwetter und schritten flott voran. Als wir schon auf dem Heimweg waren, entdeckte mein Pony neben dem Weg mal wieder eine wilde Müllkippe und wollte drauf zu halten - er ist manchmal unverschämt neugierig. Zu ärgerlich, das die Leute mit ihren  Abfälle die schöne Natur verschandeln, dachte ich noch, während ich meine Dicken wieder geradeaus lenkte. Doch im Vorbereiten, sah ich im Augenwinkel etwas blitzen. "Halt mal", sagte ich zu meinem Begleiter, "ich glaube dort liegt Diebesgut. Das sehe ich mir genauer an. Mal gucken, ob wir die Polizei benachrichtigen müssen." Ich wendete mein Pony, ritt zurück und sah die Bescherung: Im hohen Halmheu lagen kleine, offene Pappschachteln vom Juwelier oder Uhrmacher. Ich sprang ab, ließ mein Pony grasen und begann, vorsichtig den "Tatort" in Augenschein zu nehmen: Da lagen 2 Uhren und eine Kette und bei genauerem Hinsehen war des alte Gras voll von Dingen, die ihre Besitzer hier bestimmt nicht freiwillig liegenlassen würden. Mit klammen, behandschuhten Fingern begann ich aufzuklauben, was ich finden konnte: neben den  Uhren und Ketten auch  Ohrstecker, Manschettenknöpfe, Broschen, Medaillen und Anhänger. Inzwischen konnte ich meinem wartenden Begleiter erzählen, daß es sich bei dem Besitzer der Dinge um vermutlich einen Mann und eine Frau aus der Näheren Umgebung handeln mußte, denn die Schachteln waren von einem Laden aus dem übernächsten Ort Weiter konnte ich sagen, daß der Freund oder Mann der Frau Harald hieß, wegen der Widmung auf einem Anhänger und daß einer der beiden Sternzeichen Stier ist. Weiter hinten, nahe der Abbruchkante lagen dann noch drei Brieftaschen. Geld oder Ausweise fand ich nicht darin, aber Rechnungen und einen Brillenpaß, so daß ich schließen konnte, daß die Sachen im übernächsten Ort gestohlen  worden sein mußten. All das berichtete ich meinem auf die Ponys aufpassenden Mitstreiter, der vom Weg aus ja nicht viel sehen konnte. Eine Tüte hatte ich natürlich nicht dabei, also stopfte ich mir alles in die  voluminösen Taschen meiner Weste, die am Ende beide randvoll gesammelt waren.

Nun aber hatte ich ein großes Problem: Wie sollte ich wieder auf mein Pony kommen, ohne daß mir etwas aus den Taschen fiel? Mit List und Tücke schaffte ich das dann aber doch, indem ich meinen Dicken in eine Ackerfurche dirigierte und vom erhöhten Ackerrand aus aufsprang. Jetzt ging es flott zum heimatlichen Stall. Vor dem Bauernhaus übergab ich mein Pony meinem Mitreiter und bat ihn, es zu versorgen, während ich die Polizei informieren wollte. Unser Verpächter schaute recht verdutzt von seinem Abendessen auf, als ich bat, die Polizei anrufen zu dürfen, ließ mich dann aber machen. Die Pony waren kaum versorgt und gefüttert, da fuhr der grünweiße Golf unserer Dorfpolizei auf den Hof und ich breitete meine "Schätze" auf dessen Motorhaube aus. In einer der Brieftaschen fanden sich versteckt doch noch einige Geldscheine, insgesamt 80 DM. Die Polizisten, die genauso froren wie wir, beeilten sich, die nötigen Daten zu protokollieren und verschwanden dann bald wieder.

Die Bewohner der umgebenden Häuser hatten sich inzwischen längst auf dem Hof eingefunden, und wollten wissen, was denn passiert sei. Unser Verpächter hatte sogar Fotos gemacht. "Endlich mal was los hier." meinte er. - Am Tag darauf erhielt ich einen Anruf, daß die Sachen aus einem Einbruch von der Nacht zuvor stammten. Ich hoffe, die Leute haben sich gefreut, wenigstens einen Teil ihrer Sachen wieder bekommen zu haben. Vielleicht fällt für die Pony ja noch eine Tüte Äpfel als Belohnung ab?

 

Ach ja, wer jetzt meint, das wäre das Einzige oder gar das Wertvollste gewesen, das ich je auf einem Ausritt gefunden habe - oh nein, weit gefehlt.

Irgendwie habe ich so eine Gabe, über Dinge zu stolpern, die andere gar nicht sehen oder achtlos liegen lassen, seien es nun seltene Kräuter,  Handschuhe, zwei Seidenschals, Fahrräder, allerlei Werkzeug, ein entlaufenes Pony, einzelne Schafe oder Rinder oder eine ganze Kuhherde. Irgend etwas finde ich immer mal, wenn ich mit meinen vierbeinigen Freunden unterwegs bin. Nur die Polizei hatten wir noch nie benötigt, um einen Fund zu regeln....

 Ach übrigens - Finderlohn oder Dank von den Bestohlenen haben weder die Ponys noch wir je erhalten - schade eigentlich. Ich jedenfalls hatte mich ehemals nach dem Einbruch in unser Gartenhaus sehr gefreut, einen Teil meiner Habseligkeiten zurück zu bekommen und dem Überbringer  wenigstens einen Kaffee angeboten...

erlebt und aufgeschrieben von Ricki, Blida sowie Günter und Waltraud

  

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