Wünsche, Möglichkeiten aber auch Problemlösungen rund ums Pferd

Du reitest schon einige Zeit oder wolltest es ausprobieren?

Und was ist, wenn' s dabei doch mal schwierig wird?   

Hier findet Ihr Problemstellungen und Wünsche, bei denen ich Euch gerne weiter helfe.

 

Auch ein altes Pferd kann so sein Macken haben oder bekommen. 

Oft stimmt dann etwas mit der Verständigung zwischen Mensch und Tier nicht: So kommt es zu Problemen und Mißverständnissen.
Folgende Wünsche, Fragen und Sorgen  höre ich oft , dabei helfe ich gerne:

 

 Ich möchte mehr Sicherheit im Umgang mit Pferden/Ponys bekommen...

 

Ich möchte gemütlich ausreiten und die Natur genießen...

 

Ich habe manchmal Angst, möchte aber trotzdem reiten...

 

Ich möchte ausprobieren dürfen, wie ich am besten auf Pferde eingehen kann...

 

Mein Pferd macht nicht immer das, was ich ihm sage/ was ich möchte...

 

Ich möchte erproben, wie ich auf verschiedene Pferde/Lebewesen (ein)wirken kann...

 

Vor großen Pferden habe ich Respekt; ich suche gut gerittenen Kleinpferde/ Ponys...

 

Ich möchte entspannt reiten...

 

Ich möchte mich im Spiegel der Pferdeseele erleben ...

 

Ich brauche Beratung auf dem Weg zum eigenen Pferd...

 

Ich möchte lernen, was ich mit einem ganz jungen Pferd machen kann...

 

Ich suche eine sinnvolle Beschäftigung für mein altes Pferd/Pony...

 

Ich lebe in der Stadt;  möchte aber auch die Natur hautnah erleben...

 

Ich möchte mein Pferd gesund-erhaltend reiten...

 

Ich möchte mein Pferd auf das Springen vorbereiten...

 

Ich möchte nicht mit vielen anderen gleichzeitig reiten müssen...

 

Ich möchte longieren lernen mit und ohne Longe...

 

Mein Pferd hat Schlimmes durchgemacht; wie kann ich ihm helfen...

 

Ich habe vieles und widersprüchliches gelesen und bin verunsichert, was kann/sollte ich für mich umsetzen...

 

Ich bin ein älterer Reitanfänger und brauche Zeit und Geduld und „hilfsbereite“ Pferde...

 

Ich möchte Spaß mit den Pferden haben und nicht nur bierernst meine Runden drehen...

 

Ich möchte etwas Neues/ Anderes beim Umgang mit Pferden ausprobieren...

 

Ich suche nach schlechten Erfahrungen ein nettes Pferdchen, mit dem ich Freundschaft schließen kann...

 

Ich hätte gerne ein eigenes Pferd; was kommt da alles an Kosten und Arbeit auf mich zu...

 

Welche Kriterien muß ein artgerechter Platz für mein Pferd/Pony erfüllen...

 

Wie und wo wirkt eigentlich mein Zaumzeug...

 

Ich habe Interesse am Therapeutischen Reiten, an Entspannungs- und Kräftigungsübungen zu Pferd...

 

Ich möchte meine Freizeit mit etwas Sinnvollem verbringen und alten/ kranken Pferden helfen...

 

Ich möchte gerne bei der Ausbildung/ dem Training von Verlaßpferden mitarbeiten/mitlernen...

 

Ich suche einen artgerechten Platz für mein/e Pony/s...

 

Ich suche Hilfe/ einen Platz für mein dämpfiges, altes oder schwieriges Pony...

 

Mein Kind möchte ein Pony; ich kann mir das zwar leisten, aber ist das schon sinnvoll...

 

Wir ziehen aufs Land und  möchten unser Pferd/Pony hinterm Haus halten; was brauchen wir alles...

 

Ich kann mir eigentlich keine Reitstunden leisten, habe aber viel Zeit und kann ordentlich mit anpacken...

 

Ich möchte mal einen Nachtritt machen und auch mal Kutsche oder Schlitten fahren...

 

Ich möchte an einem Tages- oder Wochen-Wanderritt teilnehmen und bin natürlich auch bereit, das Training dafür regelmäßig 2-3mal wöchentlich mitzumachen...

 

Ich (und meine Kinder) möchte beim nächsten Sommerweide-Pony-Spiele-Fest mitmachen...

 

 

 

Liebe Pferdefreunde!

 

 Wenn Sie meine diversen Fragen-Kataloge neugierig gemacht haben, mir Ihr Pferd oder Pony „vorzustellen“, dann hier einige Hinweise, damit ich Ihnen auch sinnvoll antworten kann:

 

Ein Beispiel: Sie sind Anfängerin mit einem älteren Kleinpferd.
Sie  haben schon einen in meinen Augen richtigen Schritt getan, und sich kein blutjunges Pferd gekauft, sondern ein etwas älteres gesucht und gefunden. Das ist erstmal eine sinnvolle Voraussetzung, birgt aber auch die Gefahr, daß Sie nicht wissen, was dieses Tier bisher erlebt hat. Leider habe ich Ihnen ca. 40 Jahre Erfahrung im Umgang mit Pferden voraus und setze dadurch Erfahrungen, die Sie ja noch gar nicht haben können z.T. reflektiert und z.T.  intuitiv ein.

 

Aber auch ich lerne noch täglich etwas Neues dazu mit meinen vierbeinigen Freunden und Lehrmeistern.

 

Geholfen hat mir dabei das Buch "Die Tellingtonmethode: So erzieht man sein Pferd" von U.B/L.T.J. und die Artikelserie der „Freizeit im Sattel“ zum Thema Touch, in der alle Griffe einzeln beschrieben werden. Meine Freundin schwört auf das Buch über Bodenarbeit, und mein Halterkollege sucht sich immer wieder neue Ideen aus dem Buch von L.T.J über Touch bei Tieren (Hunde, Katzen, Pferde etc). Der beste Lehrmeister aber ist immer das Pferd selbst, denn, wenn ich etwas ausprobiere, dann ergibt es sich oft einfach aus der Situation heraus, in der das Pferd von sich aus etwas anbietet, das ich nur noch vertiefe oder ausbaue. Und das Pferd sagt/zeigt mir dann schon, ob das gut war oder nicht, also ob die Verständigung geklappt hat.

 

Dabei ist es aber sehr erstaunlich, wie wichtig Kleinigkeiten im Umgang und bei der Haltung sind, an die man vielleicht gar nicht denkt.(z.B. hat das Wetter durchaus Einflüsse auf das Temperament der Pferde usw)

 

Bei einem zum Stolpern neigenden Pferd müssen als erstes  Tierarzt und Schmied befragt werden. Wenn organische Probleme ausscheiden oder behoben sind, dann ist es an der Zeit  mit Handarbeit, Bodenübungen und Touch das Gefühl Ihres Pferdes für den Untergrund, aber auch sein allgemeines Wahrnehmungsvermögen zu schulen. Vielleicht reichen Ihnen schon diese Anregungen und Sie möchten es entsprechend selbst weiter probieren?

 

 Wenn Sie wünschen, will ich Ihnen aber gerne weiter zur Seite stehen. Wobei, versprechen kann ich nichts, dazu müßte ich Ihr Pferd kennen. Aber ich kann Ihnen zweierlei anbieten:

 

  1) Ich kann Ihnen genau erzählen, was wir wann wie mit meinem Stolperpferdchen geübt haben (und noch weiter üben, denn fertig ist es noch lange nicht - fragen Sie mal in 2-3 Jahren nach...) und versuchen zu erklären, warum.

 

  2)Ich kann mit Ihnen zusammen versuchen, Ihre Situation zu analysieren und sie zu verbessern helfen.

 

Da ich mit 5 Gnadenbrotpferden finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet bin, wäre ein kleines Honorar, das sowieso nur meinen "Pony-Senioren" zugute käme, natürlich toll (Ich arbeite z.T. freiberuflich in Beratung und Training  und als Textilmalerin und habe dabei einen Stundenlohn von ca. 12,50€; das würde ich in diesem Fall auch für angemessen halten, wobei ich nur die reine Schreibzeit berechnen würde.)

 

 Wenn Sie also Lust haben, meine Methode nach- bzw. mit zu machen, gibt es einige Voraussetzungen und viele, viele Fragen:

 

 1. Bitte führen Sie ab sofort ein "Pferdetagebuch", in dem Sie ganz ganz ganz ausführlich festhalten, was Sie Tag für Tag mit Ihrem Pony oder Pferd erleben (Ich tue das seid 45 Jahren!). Das wird mir und vor allem Ihnen sehr hilfreich sein. Auch äußere Einflüsse wie Wetter, Veränderungen im Umfeld u.v.m. sind wichtig.

 

 2. Stellen Sie Sich bitte darauf ein, Ihr Pferd zwar täglich zu besuchen, zu pflegen, zu umsorgen, mit ihm zum lernen, aber  nicht

 

oder kaum zu reiten für die ersten 3-10 Wochen, je nachdem wie gut Sie gemeinsam lernen und wie es auf die Übungen reagiert.(3-4mal pro Woche mit dem Pferd zu üben, ist eigentlich zu wenig; ich selbst "arbeite" mit "Auszubildenden" 2-3mal täglich ca. 5 bis 15 Minuten , meist mit kleinen (15-30 Min) Pausen dazwischen oder vormittags und nachmittags.

 

 3. Schildern Sie bitte ganz detailliert die Lebensumstände Ihres Tieres: Wie viele Leute versorgen es? Wer wann womit? Welche Haltungsform? Bitte wirklich ausführlich beschreiben (ev. filmen?). Welches Futter bekommt es? Wann wovon wie viel? Von wem wird es überwiegend und von wem zusätzlich betreut(= füttern, misten, führen, putzen, dem Schmied/Tierarzt vorstellen usw)?

 

 4. Wovor hat es Angst? Wie reagiert er dann? Wie schnell beruhigt es sich? Wie reagieren Sie? Wie schnell beruhigen Sie sich?

 

 5. Können Sie autogenes Training oder eine andere Entspannungstechnik oder eine Atemtechnik? Wenn nicht, bitte dringend lernen! (Als Atemübung können Sie folgendes trainieren, wenn sie zügig mit ihrem Pferd oder allein spazieren gehen: Gleichmäßig gehen und dabei während 2 Schritten einatmen, dann 2 Schritte Atem anhalten, 2 Schritte lang ausatmen. 1mal normal atmen, dann alles wiederholen. Wenn Sie fleißig üben, brauchen Sie bald die normale Atmung zwischen den bewußten Atemübungen nicht mehr und können auf 3 Schritte lang einatmen, 3 Schritte lang Luft anhalten und 3 Schritte lang ausatmen übergehen. Das Ganze bitte 10mal wiederholen.

Es gibt auch andere Atemtechniken, die gesteigerten Wert auf das ruhige langsame tiefe Ausatmen legen; auch die sind sinnvoll: z.B. 3 Schritte lang einatmern und 4 Schritte lang ausatmen; vielleicht wird das ja "Ihre" Lieblings-Atemübung)

 

 6. Haben Sie einen eingezäunten, ausbruchsicheren und  runden (nicht rechteckigen!!!) Longierzirkel? Wenn nicht: bitte mit E-Zaun bauen(3 Lagen Breitband sind meist ausreichend, für besondere „Künstler“ dürfen es auch 4-5 Lagen sein und bitte eine recht frische E-Zaun-Batterie.

 

 Haben Sie Stangen(2m oder länger), Autoreifen ohne Felge, Strohballen, große Kanister oder Tonnen oder einen Hocker  sowie eine kräftige Plastikplane von 2x2m  oder mehr Größe, große bunte Bälle, große alte Handtücher, einen ausrangierten Führstrick OHNE Haken? ggf bitte organisieren.

 

 7. Kann Ihr Pferd oder Pony ruhig stehen? a) angebunden mit oder ohne Gesellschaft, b) frei in der Reitbahn, c) ist es "ground tied" bzw "geformt"? Das ruhige Stehen sollte er als erstes lernen.. Wie das geht,  werde ich Ihnen genau erklären.

 

 8. Haben Sie Fotos vom Pferd/Pony? Gesicht, rechts und links, sowie Körper  von rechts und links, bitte ohne Sattelzeug, außerdem vom Grasen auf der Weide in der Gruppe usw. Das müssen keine "Starfotos" sein, ich möchte nur das Pferd etwas kennen lernen. Legen Sie bitte einen ausreichend frankierten Rückumschlag bei, damit ich die Fotos wieder zurückschicken kann.  Die Portraits sollten bitte min. ca. 9 x 13 cm groß sein, Rest egal

 

 9. Welche soziale Stellung hat das Tier in der Herde?

 

 10.  Welche soziale Stellung haben Sie selbst in der Herde? (Das ist sehr wichtig!) Geht Ihnen jederzeit jedes Pferd auf Wunsch aus dem Weg, wenn Sie durchwollen? Müssen Sie dafür eine Gerte mitnehmen, zeigen oder auch einsetzen? Oder  müssen Sie Sich hindurchschlängeln oder quetschen oder ganz außen vorsichtig herum gehen?

 

 11. Mit wie vielen Pferden lebt Ihres zusammen, bitte Alter, Rasse und ggf. besonderes angeben.

 

Kann Ihr Tier alleine bleiben? Können Sie problemlos mit ihm umgehen, wenn alle anderen weg geritten sind?

 

 12.Was schätzen Sie an Ihrem Pferd/ Pony ?

 

Was gefällt Ihnen nicht ganz so gut? Was macht Ihnen manchmal Angst beim Umgang mit Ihrem oder mit anderen Pferden?

 

Wer oder was wirkt störend in Ihrem Stall/Hofbereich? Inwiefern? Wie könnten Sie das ändern?

 

 13.Haben Sie eine ca 120 cm lange (weiße) harte Gerte? Die oder etwas ähnliches werden Sie brauchen. Keine Sorge, sie soll nur Ihr verlängerter Zeigefinger für das Pferd sein.

 

 14. Die LTJ-Führkette kann sinnvoll sein; ich habe sie mit Erfolg bei 2 von 8 Pferden einsetzen können, arbeite aber meistens nur mit dickem Führstrick und Gerte/ weißem Stöckchen.

 

 15. Ganz wichtig: Haben Sie bitte Geduld - mit Ihrem Pferd und mit sich selbst!!!  (Ich weiß, wie schwer das fällt, denn schließlich arbeite ich da ja auch noch dran   ). Pferde lernen unterschiedlich schnell.

 

Und wenn ein Pferd mal etwas Falsches gelernt hat, brauchen Sie mindestens 10mal so lange, das zu korrigieren, als die Zeit, in der das Pferd den Fehler lernte!

 

Dazu einige Beispiele:

 

Für die Grundausbildung eines handscheuen, rohen, unverdorbenen Wildlings nehme ich mir 1/2 bis 1 Jahr Zeit! Dann  mache ich mit ihm den ersten kleinen gemütlichen Ausritt im Schritt, natürlich in Begleitung eines ruhigen Pferdes. Nach einem weiteren Jahr ist das Pferd/Pony soweit, daß ich es problemlos allein und in der Gruppe im Gelände und in der Bahn an jeder Stelle und in jeder der drei Grund-Gangarten reiten kann.- Erst dann verlange ich schwierigere Aufgaben, wie punktgenaue Tempowechsel und je nach Talent des Pferdes komplexe Trail- oder Dressurlektionen.

 

Die Ausbildung eines Pferdes endet nie.

 

Auch das erfahrene Pferd braucht immer wieder Auffrischungen vom Boden aus. Wir  machen das 2-4mal pro Jahr für ca. jeweils 1 Woche und zwischendurch bei schlechtem Wetter. (Für jeden Winter nehmen z.B. wir uns eine einzige neue Aufgabe vor, die wir vom Boden aus erarbeiten.)

 

Die Korrektur für ein verdorbenes Pferd an der Hand und anschließend kombiniert an der Hand und unterm Sattel kann Jahre dauern (Wann während der Schulung man überhaupt das Aufsitzen oder gar das Reiten wieder anfängt ist Gefühlssache; man darf sich und das Pferd nie überfordern. Erst wenn eine Lektion an mindestens 5  Tagen hintereinander ohne Probleme klappte, kommt die nächste dran!): Beispiel:  Eine Arabermixponystute hatte gelernt, wenn es Trab im Gelände hieß, zu rennen, was die Beine hergaben. Und so ein Pferdchen unter  meinem Ruhe liebendem Hintern! oh weh. Ich habe ein halbes Jahr gebraucht, bis diese Renntrab-Anfälle sich von anfangs mehreren 100 Metern auf 10 bis 20 Meter reduziert hatten. Sie lernte, unter dem Reiter ruhiges Tempo zu gehen, durfte sich aber später als Handpferd gelegentlich austoben (Das Reitpferd ging dann flotten Galopp und mein Stütchen trabte, was das Zeug hielt, neben dran.)

 

Diese Stute kann man nicht mal als verdorben bezeichnen, denn sie hatte nur etwas gelernt, was ich nicht so gerne mochte. Sie war dabei nicht frech oder gefährlich, sondern einfach nur irre schnell.

 

 Wichtig wäre für Sie jemand, mit dem Sie Sich besprechen können, der Ihnen helfen kann, der mit einem ruhigen Pferd Hilfestellung leisten kann. Ich hoffe, Sie finden so jemanden. Alleine ist vieles  nicht nur  viel schwerer, sondern z.T. gar nicht möglich (z.B. Handpferdearbeit im Gelände), oder  auch recht gefährlich.

 

 

 

Sie meinen jetzt, ich stelle merkwürdige Fragen und Anforderungen an Sie?

 

Klar, aber (Pferde-)Erziehung ist ein ganzheitlicher Prozeß, bei dem man das gesamte Umfeld beachten (und einsetzen) sollte.

 

Also schmökern Sie bitte auch mal bei Feldenkrais und in Verhaltensstudien über Pferde herum. Es hilft weiter, bestimmt!

 

 

 

 Meine Maxime bei jeder Ausbildungsphase ist:

 

 

 

 

Mach es dem Pferd so leicht wie möglich, das Richtige zu tun 
und so unmöglich oder so unangenehm wie möglich, 
sich für die falsche Lösung der Aufgabe zu entscheiden.

 

Aktuelles:

ständiger Reiterflohmarkt

Betriebspraktikum  mit Pferden

Aktiv-Ausstellung Mit Hobby-Kunst rund um Pferde und andere Tiere

Ausprobieren und/oder fragen, was in der Reitschule nicht geht